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Daphne (44): „Während viele Frauen diese Phase erst später erleben, trat sie bei mir früh ein“

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Redaktion SeeMe-nopause
Autor:Redaktion SeeMe-nopause
Woman with shoulder-length blonde hair wearing a light gray top, sitting on a sofa indoors in soft daylight with neutral decor behind her.

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Daphne (44) ist verheiratet, Mutter von zwei Teenagern, arbeitet als Vorschullehrerin und befand sich bereits mit 43 Jahren in den Wechseljahren. Eine Phase, auf die sie überhaupt nicht vorbereitet war. „Zunächst dachte ich, ich sei einfach nur müde und angespannt. Es gab auch viel zu tun bei der Arbeit, und die zwei Teenager zu Hause machten es nicht gerade einfacher.“ Doch die Beschwerden wurden allmählich immer stärker.

Als meine Menstruation unregelmäßig wurde, wurde mir klar, dass es die Wechseljahre sein mussten.

Das Leben ging einfach weiter

Wenn man noch nicht wirklich im Alter für die Wechseljahre ist, zieht man möglicherweise nicht sofort diese Verbindung. Bis man irgendwann nicht mehr daran vorbeikommt. „Irgendwann hatte ich Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen und Gelenkbeschwerden. Und ich hatte immer noch so wenig Energie, aber das Leben ging einfach weiter. Es fiel mir schwer, alles unter einen Hut zu bringen – und das gelang mir dann auch oft nicht.“

Obwohl es in Ordnung ist, eine oder mehrere Bälle fallen zu lassen, kann dies Einfluss darauf haben, wie man sich selbst wahrnimmt. „Ich hatte wirklich das Gefühl, dass ich das nicht schaffen würde. Am liebsten hätte ich mir eine Decke über den Kopf gezogen und wäre nie wieder darunter hervorgekommen. Dabei stehe ich normalerweise so positiv im Leben. Solche Gedanken kannte ich überhaupt nicht von mir.“

Ich stehe immer positiv im Leben, aber ich hatte wirklich das Gefühl, dass ich es nicht schaffen würde.

„Es herrschte so viel Unruhe im Haus“

Während Daphne mit ihren eigenen Beschwerden zu kämpfen hatte, waren da auch noch zwei Teenager im Haus, bei denen die Hormone ebenfalls verrücktspielten. „Das führte oft zu Konflikten“, sagt sie mit ernstem Blick.

„Das fand ich, glaube ich, noch am schlimmsten von allem. Wir haben eine enge Bindung zueinander, aber die wurde ziemlich auf die Probe gestellt. Es war nicht immer besonders harmonisch zu Hause, sagen wir es mal so.“

Es wäre viel einfacher gewesen, wenn die Wechseljahre später gekommen wären, dann wären sie schon aus der Pubertät raus gewesen.

Was hat geholfen?

Irgendwann sprach sie mit einer Freundin über ihre Situation, die ihr riet, sich Hilfe zu suchen. „Ich wollte lieber keine Medikamente nehmen, wenn es nicht unbedingt nötig war. Sie empfahl mir dann eine Hormontherapeutin, von der sie selbst sehr profitiert hatte.“

Sie vereinbarte einen Termin, und das fühlte sich gut an. „Sie erklärte mir genau, was während der Wechseljahre in meinem Körper passiert und wie ich meine Hormone unterstützen kann. Gemeinsam erarbeiteten wir einen Plan, um meine Beschwerden ohne Medikamente oder Hormone anzugehen. Dieser Fokus auf meinen eigenen Körper und meine Gesundheit fühlte sich für mich sehr gut an.“

Was bedeutete das konkret? „Ich habe verschiedene Anpassungen in meiner Ernährung vorgenommen. Zum Beispiel esse ich jetzt mehr Eiweiß und trinke nur noch zwei Tassen Kaffee pro Tag statt vier oder fünf. Das hat sehr geholfen! Ich habe zwar schon Sport gemacht, aber ich habe auch mit Krafttraining angefangen. Jetzt fühle ich mich nicht nur viel fitter, ich habe auch weniger Beschwerden in meinem Körper.“

Außerdem nimmt sie Ergänzungen. „Wir haben zum Beispiel festgestellt, dass ich ein Ungleichgewicht in meinem Omega-3/6-Verhältnis hatte. Jetzt nehme ich täglich Omega-3 und ein gutes Multivitaminpräparat.“

Aber der größte Unterschied lag nicht im Sport oder in der Ernährung, sondern im Thema Ruhe, erzählt Daphne. „Yoga und Achtsamkeit haben mir geholfen, ruhiger zu werden. Ich lasse mich jetzt weniger von meinen Emotionen mitreißen und habe mehr Geduld. Das hat die Atmosphäre zu Hause definitiv verbessert“, sagt sie lachend.

Das Zauberwort? Balance

Ihr Tipp, den sie Ihnen mitgeben möchte? „Ein Augenöffner für mich war die 80/20-Regel. Sie hat mehr Balance in mein Leben gebracht. 80 Prozent gesund essen mit einem Fokus auf ausreichend Eiweiß. Dann kann ich mir auch mal eine Schale M&M’s gönnen, wenn ich mit meinen zwei Teenagersöhnen auf der Couch einen Film schaue.“

Lernen Sie, Ihre Wechseljahresbeschwerden zu verstehen, und entdecken Sie, was Sie tun können