Neben einer körperlichen Veränderung ist der Übergang auch eine mentale Transformation. Es passiert viel, und dadurch verändert sich die eigene Haltung. Man wird stärker, das kann ich bestätigen.
Da unsere Östrogene und Oxytocin (das Kuschelhormon) sinken, richten wir uns mehr auf uns selbst als auf andere. Das Bedürfnis, für andere zu sorgen, nimmt ab. Eigentlich sehr klug von der Natur, denn die Kinder sind oft schon groß oder aus dem Haus, und man hat mehr Zeit für sich selbst. Es ist kein Zufall, dass Frauen in ihren 40ern oder 50ern plötzlich andere Entscheidungen treffen. Eine neue Karriere? Ein anderer Weg? Das höre ich täglich in meiner Praxis.
Diese Erfahrung mache ich auch während meiner Wechseljahre. Ich spüre weniger den Drang, sofort alles für meine Familie zu erledigen. Für sie ist das eine Umstellung, für mich bedeutet es mehr Freiraum. Und genau so sollte es in dieser Lebensphase sein, wenn Sie mich fragen.