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Lena (45) über Müdigkeit, Weinkrämpfe und ihren Weg zurück zu sich selbst

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Redaktion SeeMe-nopause
Autor:Redaktion SeeMe-nopause
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Inhaltsverzeichnis

Lena (45) ist Künstlerin, Bibliothekarin und Mutter von zwei Kindern. Jahrelang fühlte sie sich energiegeladen und kreativ. Doch vor einigen Jahren begann ihre Energie allmählich zu schwinden. Sie wurde zunehmend müder und verlor die Freude an Dingen, die sie zuvor genossen hatte. Erst später entdeckte sie, dass ihre Beschwerden mit den Wechseljahren zusammenhingen.

Es fühlte sich an, als läge ein grauer Schleier über meinem Leben. Ich war dabei und sah zu, aber ich fühlte nichts mehr.

Müdigkeit, Schwitzen und Schwindel, die immer schlimmer wurden

Vor einigen Jahren bemerkte Lena, dass sich etwas veränderte. „Ich war immer häufiger müde. Nicht einfach nur müde nach einem anstrengenden Tag, sondern eine Müdigkeit, die tief in meinem Körper zu sitzen schien. Selbst nach einer Nacht Schlaf fühlte ich mich nicht ausgeruht.“

Zusätzlich begann sie immer häufiger zu schwitzen. Nicht die klassischen Hitzewallungen, die sie immer mit den Wechseljahren in Verbindung gebracht hatte, sondern plötzliches Schwitzen in unerwarteten Momenten. „Das passierte im Supermarkt oder einfach, wenn ich ruhig auf dem Sofa saß.“ Auch bekam sie Schwindelanfälle. „Manchmal fühlte es sich an, als würde die Welt kurz kippen und ich mein Gleichgewicht verlieren.“

Allmählich veränderte sich auch ihre Stimmung. Dinge, die sie normalerweise genoss, wie einen Kaffee mit einer Freundin trinken, spazieren gehen oder in ihrem Atelier malen, fühlten sich plötzlich wie eine enorme Anstrengung an.

Ich konnte stunden- oder tagelang über die kleinsten Entscheidungen grübeln. Das machte mich wirklich verrückt.

Zweifel, Weinkrämpfe und eine Diagnose, die nicht alles erklärte

Was Lena vielleicht am meisten traf, war ihre plötzliche Unentschlossenheit. „Früher konnte ich recht einfach Entscheidungen treffen, aber plötzlich konnte ich stunden- oder sogar tagelang über die kleinsten Dinge nachdenken. Sollte ich diesen Termin wahrnehmen? Was sollte ich kochen? Sollte ich meine Pinsel holen oder doch lieber nicht?“ Hinzu kamen unerwartete Weinkrämpfe. „Manchmal während des Kochens, manchmal im Auto oder mitten in der Nacht. Ich erkannte mich selbst nicht wieder. Immer häufiger fragte ich mich, ob ich depressiv war.“

Nach einiger Zeit entschied sie sich, ihren Hausarzt aufzusuchen. Dieser stellte fest, dass sie an einer Depression litt. Laut dem Arzt war das nicht überraschend: Lena hatte sich kurz zuvor scheiden lassen, und diese Zeit hatte viel Stress mit sich gebracht. Obwohl es ihre eigene Entscheidung war, fühlte sie sich schuldig gegenüber ihren Kindern.

Der Arzt verschrieb Antidepressiva. Lena begann mit der Medikation in der Hoffnung, sich besser zu fühlen. „Aber nach drei Monaten merkte ich, dass ich mich nur noch weiter von mir selbst entfernt fühlte. Meine Emotionen waren flach. Keine Freude, keine Traurigkeit, nur Leere. Da begann ich mich zu fragen: Kann das wirklich die Lösung sein?“

Erst als jemand meine Hormone und meinen Körper als Ganzes betrachtete, fügten sich die Puzzleteile zusammen.

Ein anderer Blick auf ihre Beschwerden

Über Umwege kam Lena schließlich zu einer orthomolekularen Therapeutin, die auf Hormone spezialisiert war. „Schon während der ersten Gespräche fühlte ich mich sofort verstanden. Es wurde nicht nur auf meinen Kopf oder meine Emotionen geschaut, sondern auf meinen ganzen Körper.“

Untersuchungen zeigten, dass Lena bereits in den Wechseljahren war. Ihre Hormone schwankten stark, was viele ihrer Beschwerden erklären konnte. Außerdem stellte sich heraus, dass auch ihre Darmgesundheit nicht optimal war. Die Therapeutin erklärte, dass Darm und Gehirn eng zusammenarbeiten. Wenn die Darmgesundheit aus dem Gleichgewicht gerät, kann das auch die Energie und Stimmung beeinflussen.

Mit diesen Erkenntnissen begann Lena, an sich zu arbeiten. Sie stellte ihre Ernährung um, begann mit Ergänzungen und versuchte, ihren Lebensstil ruhiger zu gestalten. „Es war keine schnelle Lösung, aber langsam spürte ich, dass sich etwas veränderte. Meine Energie kehrte Stück für Stück zurück, und ich bekam wieder ein wenig Lust zu malen.“

Hormontherapie und das langsame Wiederfinden der Balance

Dennoch blieben einige Beschwerden bestehen. Die Müdigkeit war weniger geworden, aber noch nicht verschwunden. Die Therapeutin schlug daher vor, gemeinsam mit dem Hausarzt zu prüfen, ob eine Hormontherapie eine Option wäre. „Zuerst war ich skeptisch. Wieder Medikamente. Aber sie erklärte, dass die heutige Hormontherapie den körpereigenen Hormonen stark ähnelt und dass viele Frauen davon profitieren.“

Inzwischen hatte Lena nach einem Umzug in eine andere Stadt eine neue Hausärztin. „Es war eine weibliche Ärztin in etwa meinem Alter. Ich fühlte mich sofort verstanden.“ Gemeinsam entschieden sie sich für eine Probebehandlung. Langsam begann sich etwas zu verändern. „Es ging nicht von heute auf morgen, aber Schritt für Schritt bemerkte ich Verbesserungen. Die Weinkrämpfe wurden weniger, meine Energie nahm zu, und ich begann wieder, kleine Dinge zu genießen.“

Auch ihre Kreativität kehrte zurück. Das Malen hatte sie monatelang liegen lassen. „Als ich meine Pinsel wieder in die Hand nahm, fühlte sich das zunächst ungewohnt an. Aber schon bald merkte ich, dass die Kreativität immer noch da war.“

Heute fühlt sich Lena wieder viel mehr wie sie selbst. Sie nimmt weiterhin Hormone und achtet auf ihre Ernährung, Ruhe und ihren Lebensstil. „Es ist manchmal immer noch ein Balanceakt, aber ich habe gelernt, besser auf meinen Körper zu hören.“

Was sie vor allem gelernt hat, möchte sie auch mit anderen Frauen teilen. „Beschwerden wie Depressionen sitzen nicht immer nur im Kopf. In meinem Fall spielten Hormone und meine Darmgesundheit eine große Rolle. Diese Erkenntnis hat mein Leben wirklich verändert.“

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