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Redaktion SeeMe-nopause
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Neuestes Update: 30-05-2024
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Sara (52): "Ich wusste zwar, dass Pilzinfektionen im Intimbereich in den Wechseljahren öfter vorkommen, aber das macht es nicht weniger unangenehm.”

Sara (52 Jahre) ist Verwaltungsmitarbeiterin, hat vier Kinder und ist geschieden. "Die Wechseljahre sind etwas, womit Frauen früher oder später konfrontiert werden, dessen war ich mir bewusst. Meine Hitzewallungen kann ich noch verkraften. Die Beschwerden im Intimbereich machen mir jedoch echt zu schaffen und beeinflussen mein tägliches Leben stark.”

”Schon wieder eine Infektion?”

Als Sara in die Wechseljahre kam, erschrak sie, als sie plötzlich eine Pilzinfektion bekam. Denn das letzte Mal, als sie damit konfrontiert wurde, war sie noch in der Pubertät. “Der Juckreiz und die Schmerzen waren unerträglich und ich fühlte mich sehr unwohl. Ich wusste, dass Pilzinfektionen in den Wechseljahren häufiger vorkommen, aber das macht es nicht weniger unangenehm. Ich ging zum Arzt und bekam eine Antipilzcreme verschrieben, die die Symptome zum Glück schnell linderte.” 

Aber nach ein paar Monaten traten erneut Beschwerden auf, die sich jedoch diesmal anders äußerten. “Ich hatte kein Jucken oder Brennen, aber mein Ausfluss sah anders aus als sonst und roch unangenehm. Es stellte sich heraus, dass ich eine bakterielle Scheideninfektion hatte. Ich ging wieder zum Arzt und bekam Antibiotika verschrieben. Auch diesmal verschwanden die Symptome nach einiger Zeit, aber ich hatte Angst, dass es wiederkommen würde. Ich hatte an dem Punkt wirklich die Nase voll!” 

Kurz nachdem ich meine Pilzinfektion überstanden hatte, begann das nächste Problem: eine bakterielle Infektion. Ich dachte echt: warum schon wieder?

Den Lebensstilumkrempeln

Auf der Suche nach einer Lösung für die Wechseljahresbeschwerden entschied Sara sich, ihren Lebensstil umzukrempeln. “In verschiedenen Artikeln las ich, dass die Bakterien in der Vagina eine wichtige Rolle spielen für die vaginale Gesundheit und dass Ernährung die Bakterien beeinflussen kann. Also habe ich weniger Zucker gegessen und mehr Gemüse. Außerdem hörte ich auf, meinen Intimbereich mit Seife zu waschen, weil ich gelesen habe, dass unsere Vagina selbstreinigend ist und Seife alles nur noch schlimmer macht. Diese Änderungen waren sicher nicht einfach, aber es hat sich gelohnt!”

Bewusst "Me-Time" einplanen

Als Ergänzung zu ihrer gesunden Ernährung packte Sara auch andere Lebensgewohnheiten an. “ Ich suchte nach Möglichkeiten, Stress abzubauen, weil ich gelesen hatte, dass Stress einen negativen Einfluss auf das Immunsystem haben kann. Deswegen fing ich an, regelmäßig Sport zu treiben. Das tat mir gut. Ich wusste jedoch, dass ich auch den Stress in meinem Alltag reduzieren musste.” 

Als alleinerziehende Mutter mit drei Kindern im Haus und der zusätzlichen Verantwortung für die Pflege ihres Vaters fand Sara es jedoch schwierig, mehr zu entspannen. "Wer erlebt in der hektischen Gesellschaft heutzutage keinen Stress? Es ist einfach viel", sagt sie. “Trotzdem suchte ich nach Möglichkeiten, mehr 'Me-Time' einzuplanen. Samstagmorgens stehe ich früh auf, um zum Sport zu gehen. Wenn ich dann nach Hause komme, mache ich mir einen gesunden Smoothie und setze mich mit einem Buch auf das Sofa. Die Kinder wissen, dass sie mich bis 13:00 Uhr nicht stören dürfen, danach bin ich wieder voll für sie da." 

Den Körper unterstützenmit den richtigenMitteln

Sara hat sich außerdem beraten lassen, welche Nahrungsergänzungsmittel ihr in dieser Lebensphase am besten ihren Körper unterstützen und Beschwerden wie Pilzinfektionen vorzubeugen können. "Mein Vitamin-D-Spiegel war etwas niedrig, also nehme ich es in den Wintermonaten ein. Außerdem nehme ich Magnesium und Rotklee. Magnesium hilft mir besser zu schlafen, denn in letzter Zeit habe ich leider auch Schlafprobleme entwickelt. Das Magnesium stärkt somit mein Immunsystem und beugt Infektionen vor. Rotklee, so wurde mir erklärt, ist eine Art natürliches Östrogen und hilft, die Hitzewallungen zu lindern."

Auf dem Weg zur Besserung

Langsam aber sicher bemerkt Sara, dass sich die Anpassungen lohnen. "Die vaginalen Beschwerden sind nicht vollständig verschwunden; einmal im Jahr muss ich immer noch darunter leiden. Aber die Pilzinfektionen treten seltener auf und sind weniger schwerwiegend. Und dann bin ich froh, dass es immer noch die Medikamente vom Arzt gibt, die mich in dieser Situation erleichtern können. Ich fühle mich energiegeladener und positiver bezüglich meiner Gesundheit. Die bakterielle Infektion war zum Glück einmalig."

Es war ein langer und manchmal schwieriger Weg, aber durch meine Selbstfürsorge konnte ich die Kontrolle über meine Intimgesundheit zurückgewinnen.

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