Akne

Wenn man an Pickel denkt, kommt einem vielleicht die Pubertät in den Sinn, doch auch in den Wechseljahren kann die Haut unruhig werden. Schwankungen im Östrogen- und Progesteronspiegel führen zu einer erhöhten Talgproduktion und einer gestörten Hautbarriere. Die Folge: Unreinheiten, Pickel oder Akne. Was kann man dagegen tun?

Woman in a cream knit cardigan touching her face with a concerned expression in soft warm light.

Kurz zusammengefasst

  • Fast zwei Drittel der Frauen in den Wechseljahren berichten von Hautproblemen wie Unreinheiten und Akne.
  • Durch sinkende Östrogen- und Progesteronspiegel kann ein Überschuss des Hormons Testosteron entstehen. Testosteron regt die Talgproduktion an und kann Hautprobleme verursachen.
  • Auch die Kollagenproduktion nimmt mit zunehmendem Alter ab. Weniger Kollagen kann verschiedene Hautprobleme hervorrufen.
  • Zahlreiche andere Faktoren beeinflussen ebenfalls die Haut, wie ausreichend Schlaf, gesunde Ernährung und wenig Stress. Es ist wichtig, alle Faktoren ernst zu nehmen und die Haut von innen heraus zu stärken.
Meine Tochter ist in der Pubertät, ich bin in den Wechseljahren. Wir haben beide Akne. Ich hätte nie gedacht, dass ich in meinem Alter noch darunter leiden würde.
A woman with long, dark curly hair expresses a sense of natural serenity and quiet grace in a soft-focused side profile. Wearing a light gray knit sweater and delicate earrings, her peaceful gaze and relaxed posture are highlighted by gentle, warm lighting, creating an atmosphere of intimate stillness and timeless elegance.
Rita51 Jahre

Was passiert im Körper?

Während der Wechseljahre sinken die Progesteron- und Östrogenspiegel im Körper allmählich. Dadurch gerät das Hormongleichgewicht aus der Balance, und das männliche Sexualhormon Testosteron gewinnt die Oberhand. Testosteron regt die Talgproduktion der Haut an. Dies kann zu verstopften Poren, Hautunreinheiten und Akne führen.

Zudem stimuliert Östrogen die Kollagenproduktion. Kollagen ist ein Protein, das für die Festigkeit und Elastizität der Haut sorgt. Wenn der Östrogenspiegel während der Wechseljahre sinkt, nimmt auch die Kollagenproduktion ab. Dies kann zu empfindlicher Haut, Irritationen und roten Flecken führen. Der Rückgang von Kollagen kann außerdem eine trockene Haut und Hautalterung begünstigen.

Studien zeigen, dass etwa 64 Prozent der Frauen mit Wechseljahresbeschwerden auch Hautprobleme haben, darunter Pickel und Akne. Während der Perimenopause ist das Risiko für Hautprobleme am größten, da die Hormonschwankungen in dieser Phase am stärksten sind. Nach der Menopause finden die niedrigen Hormonspiegel ein neues Gleichgewicht. Oft nehmen Hautprobleme dann wieder ab. Doch jede Frau ist anders. Während die eine keine Veränderungen an ihrer Haut bemerkt, hat die andere jahrelang mit Unreinheiten zu kämpfen.

Close-up of a blonde woman examining her cheek, showing skin texture and redness in warm natural light.

Andere Ursachen

Auch andere Faktoren können Akne und Unreinheiten verursachen. Daher ist es wichtig, die verschiedenen Ursachen zu kennen und Hautprobleme ganzheitlich zu behandeln.

So ist bekannt, dass Rauchen die Durchblutung der Haut verringern, den Heilungsprozess verzögern und die Talgproduktion erhöhen kann.

Auch die Sonne hat einen großen Einfluss auf die Gesundheit der Haut. Unzureichender Sonnenschutz trocknet die Haut aus, erhöht die Talgproduktion und schädigt die Hautbarriere.

Achten Sie zudem auf die Produkte, die Sie verwenden. Falsche Hautpflege und Kosmetika können die Haut reizen, die Talgproduktion stören und Poren verstopfen.

Auch Ernährung, Schlafmangel und Stress können das Hormongleichgewicht stören, den Heilungsprozess der Haut beeinträchtigen und Entzündungen verschlimmern.

Individuelle Menopause-Betreuung, begleitet von Ärztinnen und Ärzten

Eine personalisierte Produktempfehlung für Ihre Wechseljahresbeschwerden

Welche Behandlung kann helfen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine unreine Haut effektiv zu behandeln. Sie müssen sich nicht damit abfinden. Sie können Ihren Körper auf natürliche Weise mit gesunder Ernährung, ausreichend Bewegung und Ruhe unterstützen. Darüber hinaus können Ergänzungen und Medikamente helfen. Nachfolgend finden Sie verschiedene Optionen, um Akne zu reduzieren.

Ernährung und Lebensstil: Die Basis schaffen

Wenn sich Ihr Hormonhaushalt während der Wechseljahre verändert, kann dies unter anderem Ihr Energieniveau, Ihren Schlaf, Ihre Verdauung und Ihren Stoffwechsel beeinflussen. Gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und Ruhe helfen, Beschwerden vorzubeugen oder zu lindern. Schon kleine Anpassungen können einen Unterschied machen, wie Sie sich fühlen.

Bei der Einnahme von Medikamenten oder Ergänzungen unterstützt ein ausgewogener Lebensstil Ihren Körper bei der Aufnahme von Nährstoffen und der Verarbeitung von Medikamenten. Dadurch wirken Ergänzungen und Medikamente effektiver. Was Experten bei Akne empfehlen:

  • Essen Sie viel Obst und Gemüse. Eine Ernährung, die reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Antioxidantien ist, tut der Haut gut. Vitamin A reguliert die Talgproduktion und fördert die Zellerneuerung. Vitamin C unterstützt die Kollagenproduktion. Vitamin A findet sich beispielsweise in Karotten und Süßkartoffeln, Vitamin C in Zitrusfrüchten, Kiwis und roter Paprika.
  • Vermeiden Sie Zucker und schnelle Kohlenhydrate. Diese beeinflussen Schwankungen des Blutzuckerspiegels, was Entzündungen und Hautprobleme verschlimmern kann.
  • Essen Sie ausreichend gesunde Fette. Gesunde Fette stärken die Hautbarriere und helfen der Haut, Feuchtigkeit zu speichern. Essen Sie Lebensmittel, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind, wie Nüsse, Samen und fetten Fisch. Außerdem ist das Ergänzungsmittel Nachtkerzenöl reich an Gamma-Linolensäure (GLA), einer essenziellen Fettsäure mit entzündungshemmenden und hautpflegenden Eigenschaften.
  • Trinken Sie ausreichend Wasser. Eine gut hydratisierte Haut produziert weniger Talg. Trinken Sie mindestens 1,5 Liter pro Tag.
  • Wählen Sie die richtige Hautpflege. Vermeiden Sie Produkte mit Alkohol oder starken Duftstoffen, da diese die Haut reizen und austrocknen können. Verwenden Sie stattdessen Hautpflegeprodukte mit nachweislich wirksamen Inhaltsstoffen wie Retinol (Vitamin A), Kollagen, Squalan, Hyaluronsäure, Niacinamid, Vitamin C und/oder Vitamin E.

Hormonfreie Medikamente

Viele Frauen wissen nicht, dass es neben der Hormontherapie auch nachweislich wirksame hormonfreie Medikamente gibt, um Wechseljahresbeschwerden zu lindern. Während die Hormontherapie mehrere Beschwerden gleichzeitig reduzieren kann, wirken hormonfreie Medikamente oft gezielt auf ein bestimmtes Symptom. Beispiele sind bestimmte Antidepressiva (SNRI) bei Hitzewallungen, entzündungshemmende Medikamente bei Gelenkschmerzen oder Säureblocker bei Sodbrennen.

Hormonfreie Medikamente werden immer von einem Arzt verschrieben. Sie können eine gute Wahl für Frauen sein, die keine Hormontherapie möchten oder vertragen. Sie wirken direkt auf die Beschwerden, ohne den Hormonhaushalt zu beeinflussen. So können Sie gezielt Ihre Beschwerden lindern und Ihren Körper unterstützen.

Ergänzungen

Während der Wechseljahre verändert sich unter anderem die Art und Weise, wie Ihr Körper Energie produziert, Muskeln aufbaut und die Haut regeneriert. Sie können Ihren Körper bei diesen Prozessen auf natürliche Weise mit hochwertigen Ergänzungen unterstützen. Magnesium, Vitamin D und Omega-3 werden jeder Frau in den Wechseljahren empfohlen.

Die Wirkung von Ergänzungen hängt unter anderem von Ihrem Lebensstil und Ihrer Gesundheit ab und kann von Person zu Person unterschiedlich sein. Auch die Qualität des Produkts bestimmt, wie gut es wirkt. Wählen Sie daher hochwertige Ergänzungen ohne unnötige Füllstoffe.

Persönliche Menopause-Betreuung durch Ärztinnen und Ärzte

Linderung Ihrer Beschwerden in den Wechseljahren

Füllen Sie einen Online-Fragebogen aus und erhalten Sie von einer Ärztin oder einem Arzt eine individuelle Produktempfehlung, die auf Ihre persönliche Situation, Ihre Präferenzen und Ihren Gesundheitszustand abgestimmt ist.

Oder

Lernen Sie, Ihre Wechseljahresbeschwerden zu verstehen, und entdecken Sie, was Sie tun können

FAQ

Ist eine Hormontherapie bei unreiner Haut eine Option?
Wer ist SeeMe-nopause?