Einige Studien legen nahe, dass der Rückgang von Östrogen möglicherweise das Risiko für Arthritis erhöht. Östrogen trägt dazu bei, die Gelenke stark und geschmeidig zu halten. Während der Wechseljahre sinken die Hormonspiegel, wodurch der Knorpel dünner wird und Schleimhäute trockener werden. Dies kann Schmerzen, Steifheit und gelegentlich Entzündungen verursachen. Bestehende Arthritis kann sich ebenfalls verschlimmern.
Forscher vermuten zudem, dass ein Rückgang von Östrogen die Kollagenproduktion verringern könnte. Dies kann die Gelenke weniger geschmeidig und stabil machen. Es gibt jedoch bislang keine Beweise dafür, dass dies zu Gelenkschäden führt.
Arthritis ist ein Sammelbegriff, der unter anderem Arthrose und rheumatoide Arthritis (RA) umfasst. Bei Arthrose wird der Knorpel geschädigt, was das gesamte Gelenk betreffen und Veränderungen im Knochen verursachen kann. Auch das Bindegewebe, das das Gelenk zusammenhält, kann sich verschlechtern. RA ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die Gelenke angreift und Entzündungen verursacht. Frauen leiden häufig unter Schwellungen und Schmerzen in und um die Gelenke. Arthritis kann in den Händen, Füßen, Hüften, Knien und/oder im Rücken auftreten.
Frauen in der Postmenopause haben möglicherweise ein um 35 Prozent höheres Risiko, an rheumatoider Arthritis (RA) zu erkranken. Bei Frauen, die bereits an Arthritis leiden, können sich die Beschwerden verschlimmern. Der Zusammenhang zwischen Arthritis und den Wechseljahren ist noch nicht vollständig erforscht. Die Rolle hormoneller Veränderungen wird ernst genommen, jedoch werden die Zusammenhänge weiterhin untersucht.