Arthrose ist eine Erkrankung, bei der der Knorpel in den Gelenken abgebaut wird. Dies führt zu schmerzhaften und steifen Gelenken. Auch der Knochen um das Gelenk herum kann sich verändern. Die Gelenke selbst nutzen sich nicht ab, jedoch die umliegenden Strukturen. Dadurch können die Gelenke weniger geschmeidig bewegt werden.
Während der Wechseljahre sinken die Hormonspiegel von Östrogen und Progesteron. Östrogen trägt dazu bei, den Knorpel stark und die Schleimhäute feucht zu halten. Wenn dieses Hormon abnimmt, kann der Knorpel dünner werden und die Schleimhäute trockener. Dies kann sich auch durch trockene Augen, einen trockenen Mund oder vaginale Trockenheit bemerkbar machen. Der Abbau führt dazu, dass die Knorpelschicht zwischen den Knochen dünner und weniger glatt wird. Die Gelenke bewegen sich weniger geschmeidig und reiben aneinander, was Schmerzen, Reizungen oder Entzündungen verursacht.
Die genaue Rolle der Hormone bei Arthrose ist wissenschaftlich noch nicht vollständig geklärt. Es ist jedoch bekannt, dass Östrogen für gesunde Knochen, Gelenke und Knorpel wichtig ist. Viele Frauen entwickeln nach der Menopause Arthrose oder Gelenkschmerzen.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzte 2019, dass weltweit etwa 528 Millionen Menschen mit Arthrose leben. Davon sind 73 Prozent älter als 55 Jahre. Die Mehrheit sind Frauen, was mit den sinkenden Hormonspiegeln zusammenhängen könnte.