Östrogen beeinflusst das Immunsystem und hemmt normalerweise Entzündungsprozesse im Körper. Sinkt der Östrogenspiegel in den Wechseljahren, kann das Immunsystem aktiver werden. Auch andere körperliche Veränderungen können dazu beitragen.
Diese hormonellen Veränderungen können eine verborgene Autoimmunerkrankung sichtbar machen oder eine bestehende Erkrankung verschlimmern. Bei Autoimmunerkrankungen greift das Immunsystem Teile des eigenen Körpers an. Funktionierende Zellen, die für die Funktion eines Organs wichtig sind, werden zerstört. Bei anderen Erkrankungen können Entzündungen entstehen, wenn überflüssige Zellen abgebaut werden. Ein Rückgang des Östrogenspiegels kann zu einer erhöhten Aktivität des Immunsystems führen. Haben Sie eine verborgene oder bestehende Autoimmunerkrankung, kann diese plötzlich (oder stärker) zum Vorschein kommen.
Frauen in den Wechseljahren stellen manchmal fest, dass sie an einer Autoimmunerkrankung wie rheumatoider Arthritis, Lupus oder Hashimoto leiden. Zudem können sich bestehende Beschwerden verschlimmern, was auch psychisch belastend sein kann.