Ekzem

Während der Wechseljahre scheint die Haut empfindlicher auf Reize zu reagieren. Sie wird häufig trockener, sensibler und schneller gereizt. Bestehende Ekzembeschwerden können sich verschlimmern oder plötzlich auftreten. Warum gerät Ihre Haut in dieser Lebensphase aus dem Gleichgewicht? Und was kann helfen?

Close-up of a forearm with mild redness and irritation resting on soft fabric in warm light.

Kurz zusammengefasst

  • Ekzem kann erstmals auftreten oder bestehende Beschwerden können zurückkehren und oft stärker ausgeprägt sein als zuvor. Besonders Frauen über 50 bemerken dies.
  • Durch sinkende Hormonspiegel verliert die Hautbarriere schneller Feuchtigkeit und bietet weniger Schutz vor äußeren Reizen.
  • Vererbung, empfindliche Haut, Allergien und äußere Einflüsse (wie Parfüm oder kalte Luft) erhöhen das Risiko für Ekzem. Die Kombination mehrerer Faktoren macht Ekzem oft hartnäckiger.
  • Es gibt verschiedene Maßnahmen, die helfen können, Beschwerden zu lindern, wie eine gute Hautpflege und eine gesunde Ernährung. Auch Ergänzungen können möglicherweise helfen. Eine Hormontherapie ist eine Option bei starken Wechseljahresbeschwerden.
Ich war gerade 51, als meine Haut plötzlich zu schuppen begann. Ich dachte, es läge am Wechsel der Jahreszeiten, aber es wurde schlimmer: Juckreiz, rote Stellen, Risse ... Plötzlich hatte ich Ekzem.
Leila54 Jahre

Was passiert in Ihrem Körper?

Während der Wechseljahre schwanken und sinken die Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron. Diese Hormone sind essenziell für Ihre Haut. Östrogen unterstützt beispielsweise die Produktion von Kollagen, Elastin und Talg. Diese Stoffe sorgen für eine straffe, elastische und gut hydratisierte Haut. Wenn sich die Hormonspiegel verändern, wird die Haut dünner, trockener und empfindlicher. Die Hautbarriere verliert schneller Feuchtigkeit und schützt weniger gut vor äußeren Einflüssen. Auch Ihr Immunsystem verändert sich, wodurch Entzündungsreaktionen wie Ekzem häufiger oder stärker auftreten können.

Gelegentlich trockene oder gereizte Hautstellen hat jeder. Doch während der Wechseljahre kann Ihre Haut anders reagieren. Manche Frauen entwickeln dann erstmals Ekzem. Andere bemerken, dass alte Beschwerden zurückkehren und oft heftiger sind als früher. Studien zeigen, dass jede vierte Frau über 50 Ekzembeschwerden bekommt, oft um das 52. Lebensjahr herum. Ekzeme treten meist im Gesicht, an den Händen oder auf der Brust auf. Hitzewallungen, schlechter Schlaf oder andere Wechseljahresbeschwerden können Ekzem verschlimmern. Ekzem hat oft auch eine mentale Auswirkung. Der Juckreiz, sichtbare Stellen und die Unsicherheit darüber, wie Ihre Haut aussieht, können beeinflussen, wie Sie sich fühlen.

Woman with long dark hair resting her chin on her hand, looking thoughtfully to the side in warm indoor light.

Andere Ursachen

Nicht nur Hormone beeinflussen Ekzem. Auch Vererbung, empfindliche Haut oder Allergien (wie Heuschnupfen oder Asthma) spielen häufig eine Rolle. Ihre Haut kann zudem auf äußere Einflüsse reagieren, wie kalte Luft, Parfüm, Wolle oder Reinigungsmittel.

Was Ekzem schwierig macht, ist, dass Reize oft zusammenkommen. Ihre Haut ist empfindlicher als früher. Was früher kein Problem war (etwas Schweiß, eine neue Creme oder schlechter Schlaf), kann jetzt eine Reaktion auslösen. Gerade die Kombination von Faktoren sorgt dafür, dass Ekzem während der Wechseljahre hartnäckiger und unvorhersehbarer sein kann.

Welche Arten von Ekzem gibt es?

Es gibt verschiedene Arten von Ekzem:

  • Atopisches Ekzem ist die häufigste Form. Ihre Haut ist von Natur aus anfällig und entzündet sich schnell.
  • Kontaktekzem entsteht durch den Kontakt mit reizenden Stoffen wie Seife oder Nickel.
  • Dyshidrotisches Ekzem (Bläschenekzem) verursacht juckende Bläschen an Händen und Füßen. Es tritt häufiger durch Stress oder Wärme auf.
  • Seborrhoisches Ekzem verursacht fettige, gelbliche Schuppen, zum Beispiel auf der Kopfhaut, um die Nase oder auf der Brust. Es kann durch Stress oder trockene Luft, besonders im Winter, schlimmer werden.
  • Nummuläres Ekzem erkennt man an runden, juckenden Stellen auf der Haut. Diese Form kann während der Wechseljahre plötzlich auftreten.

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Welche Behandlung kann helfen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Ekzem effektiv zu behandeln. Sie müssen nicht damit leben. Sie können Ihren Körper auf natürliche Weise unterstützen, indem Sie sich gesund ernähren, ausreichend bewegen und für Ruhe sorgen. Außerdem können Ergänzungen und Hormontherapie (HRT) helfen.

Ernährung und Lebensstil: Die Basis schaffen

Wenn sich Ihr Hormonhaushalt während der Wechseljahre verändert, kann dies unter anderem Ihr Energieniveau, Ihren Schlaf, Ihre Verdauung und Ihren Stoffwechsel beeinflussen. Gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und Ruhe helfen, Beschwerden vorzubeugen oder zu lindern. Kleine Anpassungen können bereits einen Unterschied machen, wie Sie sich fühlen.

Bei der Einnahme von Medikamenten oder Ergänzungen unterstützt ein ausgewogener Lebensstil Ihren Körper bei der Aufnahme von Nährstoffen und der Verarbeitung von Medikamenten. Dadurch wirken Ergänzungen und Medikamente effektiver. Experten empfehlen bei Ekzem:

  • Verwenden Sie milde Hautpflegeprodukte. Wählen Sie pH-neutrale Produkte ohne Parfüm oder Alkohol. Duschen Sie nicht zu heiß oder zu oft. Cremen Sie Ihre Haut direkt nach dem Abtrocknen mit einer reichhaltigen Creme oder einem Öl ein.
  • Trinken Sie ausreichend Wasser. Das hilft Ihrer Haut, feucht zu bleiben.
  • Ernähren Sie sich gesund, um Ihre Haut zu nähren. Essen Sie viel Gemüse. Wählen Sie Omega-3-Fettsäuren aus fettem Fisch, Walnüssen oder Leinsamen. Im Herbst und Winter kann ein Vitamin-D-Präparat helfen, da Sie in dieser Zeit wenig Vitamin D durch Sonnenlicht aufnehmen. Essen Sie auch Lebensmittel mit Zink, Vitamin A, B-Vitaminen und Antioxidantien, wie buntes Gemüse, Obst, Nüsse und Hülsenfrüchte.
  • Reduzieren Sie Stress. Machen Sie Entspannungsübungen wie Yoga oder Meditation. Auch bestimmte Kräuter wie Ashwagandha können manchen Menschen helfen, besser mit Stress umzugehen.
  • Viele Menschen nehmen zu wenig Omega-3-Fettsäuren und Vitamin D auf. Diese Stoffe sind gut für Ihr Immunsystem und Ihre Haut. Manche Frauen profitieren auch von Borretschöl oder anderen Ergänzungen.
  • Hormontherapie kann manchmal helfen. Besprechen Sie dies mit einem Spezialisten. Andere medizinische Behandlungen sind ebenfalls möglich, wie entzündungshemmende Salben oder Lichttherapie. Besprechen Sie auch dies immer mit einem Arzt.
  • Lassen Sie sich gegebenenfalls auf Allergien testen. Manche Lebensmittel können Hautbeschwerden verschlimmern.

Hormontherapie

Während der Wechseljahre verändern sich die Hormone Östrogen und Progesteron in Ihrem Körper: Sie schwanken und verschwinden größtenteils, wenn Ihre Menstruation vollständig aufgehört hat. Dies kann Beschwerden wie Hitzewallungen, vaginale Trockenheit oder Ekzem verursachen. Bei starken Beschwerden ist die Hormontherapie (HRT) die effektivste Behandlung. Durch das Auffüllen des Hormonmangels nehmen die Beschwerden ab. So kann Ihr Körper wieder ins Gleichgewicht kommen, und Sie gewinnen Energie und Ruhe in Ihrem Alltag zurück.

Hormontherapie wird immer von einem Arzt verschrieben und individuell auf Ihre persönliche Situation abgestimmt, damit die Behandlung sicher und effektiv ist.

Ergänzungen

Während der Wechseljahre verändert sich unter anderem, wie Ihr Körper Energie produziert, Muskeln aufbaut und die Haut regeneriert. Sie können Ihren Körper bei diesen Prozessen auf natürliche Weise mit hochwertigen Ergänzungen unterstützen. Magnesium, Vitamin D und Omega-3 werden für jede Frau in den Wechseljahren empfohlen.

Die Wirkung von Ergänzungen hängt unter anderem von Ihrem Lebensstil und Ihrer Gesundheit ab und kann von Person zu Person unterschiedlich sein. Auch die Qualität des Produkts bestimmt, wie gut es wirkt. Wählen Sie daher hochwertige Ergänzungen ohne unnötige Füllstoffe.

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