Während der Wechseljahre schwanken und sinken die Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron. Diese Hormone sind essenziell für Ihre Haut. Östrogen unterstützt beispielsweise die Produktion von Kollagen, Elastin und Talg. Diese Stoffe sorgen für eine straffe, elastische und gut hydratisierte Haut. Wenn sich die Hormonspiegel verändern, wird die Haut dünner, trockener und empfindlicher. Die Hautbarriere verliert schneller Feuchtigkeit und schützt weniger gut vor äußeren Einflüssen. Auch Ihr Immunsystem verändert sich, wodurch Entzündungsreaktionen wie Ekzem häufiger oder stärker auftreten können.
Gelegentlich trockene oder gereizte Hautstellen hat jeder. Doch während der Wechseljahre kann Ihre Haut anders reagieren. Manche Frauen entwickeln dann erstmals Ekzem. Andere bemerken, dass alte Beschwerden zurückkehren und oft heftiger sind als früher. Studien zeigen, dass jede vierte Frau über 50 Ekzembeschwerden bekommt, oft um das 52. Lebensjahr herum. Ekzeme treten meist im Gesicht, an den Händen oder auf der Brust auf. Hitzewallungen, schlechter Schlaf oder andere Wechseljahresbeschwerden können Ekzem verschlimmern. Ekzem hat oft auch eine mentale Auswirkung. Der Juckreiz, sichtbare Stellen und die Unsicherheit darüber, wie Ihre Haut aussieht, können beeinflussen, wie Sie sich fühlen.