Hohes Cholesterin

Viele Frauen entwickeln in den Wechseljahren einen hohen Cholesterinspiegel. Meistens bleibt dies unbemerkt, bis eine Blutuntersuchung es aufzeigt. Zu hohe Werte erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Glücklicherweise gibt es zahlreiche Möglichkeiten, den Cholesterinspiegel selbst zu senken.

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Kurz zusammengefasst

  • Cholesterin ist eine fettähnliche Substanz im Blut, die der Körper benötigt, um ordnungsgemäß zu funktionieren. Ein zu hoher Cholesterinspiegel kann jedoch schädlich sein, da er das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfälle oder Bluthochdruck erhöht.
  • Bei vielen Frauen steigt der Cholesterinspiegel während der Wechseljahre. Dies geschieht oft unbemerkt und wird erst bei einer Blutuntersuchung festgestellt.
  • Östrogen beeinflusst die Cholesterinwerte und schützt das Herz sowie die Blutgefäße. Sinkt der Östrogenspiegel in den Wechseljahren, erhöht sich das Risiko für einen zu hohen Cholesterinspiegel.
  • Der Cholesterinspiegel kann durch eine bewusste Ernährung und regelmäßige körperliche Aktivität gesenkt werden. Der Lebensstil spielt hierbei eine entscheidende Rolle.
Ich hatte immer gute Werte, bis mein Cholesterinspiegel nach meinem 50. Lebensjahr plötzlich anstieg. Es war, als würde mein Körper plötzlich eine andere Sprache sprechen.
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Marije54 Jahre

Was ist Cholesterin?

Cholesterin ist eine fettähnliche Substanz im Blut, die der Körper benötigt, um ordnungsgemäß zu funktionieren. Es wird hauptsächlich in der Leber produziert, kann aber auch über die Nahrung aufgenommen werden. Cholesterin wird für den Aufbau von Zellmembranen, die Produktion von Vitamin D und Galle sowie als Baustein für wichtige Hormone (einschließlich Östrogen, Progesteron und Cortisol) verwendet. Es erfüllt somit essenzielle Funktionen.

Es gibt drei Arten von Cholesterin:

  • LDL-Cholesterin: transportiert Cholesterin zu den Zellen. Ein Überschuss an LDL (insbesondere oxidiertes LDL) kann sich in den Blutgefäßen ablagern und diese verengen, was das Risiko für Herzprobleme erhöht.
  • HDL-Cholesterin: entfernt überschüssiges Cholesterin und transportiert es zurück zur Leber. Je höher der HDL-Wert, desto besser.
  • Triglyceride: eine weitere Fettart im Blut. Triglyceride steigen durch übermäßigen Zucker-, Alkohol- oder ungesunden Fettkonsum. Auch sie erhöhen das Risiko für Herzkrankheiten.

Das Zusammenspiel dieser Cholesterinarten ist entscheidend: Es geht nicht um einen einzelnen Wert, sondern um das Gleichgewicht zwischen LDL, HDL und Triglyceriden. Diese Kombination gibt den besten Aufschluss über die Herzgesundheit. Ein Ungleichgewicht des Gesamtcholesterins bleibt oft unbemerkt, kann jedoch schwerwiegende Folgen haben, wie ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfälle oder Bluthochdruck.

Was passiert im Körper?

Während der Wechseljahre sinkt der Östrogenspiegel. Östrogen schützt das Herz und die Blutgefäße, indem es das HDL-Cholesterin (das „gute“ Cholesterin) erhöht und das LDL-Cholesterin (das „schlechte“ Cholesterin) niedrig hält. Mit abnehmender Östrogenproduktion gerät dieses Gleichgewicht aus den Fugen.

Zusätzlich speichert der Körper in den Wechseljahren vermehrt Fett im Bauchbereich. Ein kleiner Bauchansatz ist normal, jedoch produziert Bauchfett entzündungsfördernde Stoffe, die die Blutgefäße schädigen können. Dies erhöht das Risiko für Herzprobleme. Studien zeigen, dass etwa 60 Prozent der Frauen über 50 Jahre einen erhöhten LDL-Cholesterinspiegel entwickeln. Möchten Sie wissen, welche Werte gesund sind? Besuchen Sie die Website der Deutschen Herzstiftung.

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Andere Ursachen

Ernährung, Bewegung, Stress und Vererbung beeinflussen ebenfalls die Cholesterinwerte. Schnelle Kohlenhydrate (wie Weißbrot, Softdrinks oder Kekse) verursachen Spitzen im Blutzuckerspiegel und können die Triglyceride erhöhen. Triglyceride sind eine Fettart im Blut, die – ähnlich wie LDL – das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigern kann. Kohlenhydrate wirken sich somit indirekt auf den Fettstoffwechsel aus.

Bei anhaltendem Stress produziert der Körper vermehrt das Stresshormon Cortisol, das den Fettstoffwechsel negativ beeinflussen kann. Langes Sitzen (z. B. im Büro) reduziert zudem die Aktivität von Enzymen, die Fette im Blut abbauen. Selbst bei einer ansonsten gesunden Ernährung können langes Sitzen und Bewegungsmangel die Cholesterinwerte verschlechtern.

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Welche Behandlung kann helfen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen hohen Cholesterinspiegel effektiv zu behandeln. Es ist nicht notwendig, sich damit abzufinden. Mit gesunder Ernährung, ausreichend Bewegung und Ruhe kann der Körper auf natürliche Weise unterstützt werden. Ergänzend können Ergänzungen zur allgemeinen Gesundheit beitragen.

Ernährung und Lebensstil: die Basis schaffen

Während der Wechseljahre beeinflussen hormonelle Veränderungen unter anderem das Energieniveau, den Schlaf, die Verdauung und den Stoffwechsel. Eine gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und ausreichend Ruhe können helfen, Beschwerden vorzubeugen oder zu lindern. Bereits kleine Anpassungen können einen spürbaren Unterschied machen.

Bei der Einnahme von Medikamenten oder Ergänzungen unterstützt ein ausgewogener Lebensstil den Körper bei der Aufnahme von Nährstoffen und der Verarbeitung von Medikamenten, wodurch deren Wirksamkeit gesteigert wird. Experten empfehlen bei hohem Cholesterin:

  • Achten Sie auf Ihre Ernährung. Verzehren Sie ausreichend gesunde Fette (wie natives Olivenöl extra, Walnüsse und fetten Fisch) und viele Ballaststoffe (wie Haferflocken, Hülsenfrüchte, Naturreis und Gemüse). Ballaststoffe helfen dem Körper, überschüssiges Cholesterin auszuscheiden.
  • Sorgen Sie für eine ausreichende Vitaminzufuhr. Vitamin C (aus Obst und Gemüse) und Vitamin D (aus Sonnenlicht) können zu gesunden Cholesterinwerten beitragen. Vitamin E wirkt als Antioxidans und schützt Fette im Körper, einschließlich LDL, vor Oxidation. Bei einem Mangel kann ein Ergänzungsmittel helfen.
  • Vermeiden Sie langes Sitzen. Stehen Sie alle 30 Minuten auf und bewegen Sie sich zwei bis drei Minuten.
  • Bewegen Sie sich täglich. Kombinieren Sie Ausdauer- und Krafttraining und wählen Sie eine Sportart, die Ihnen Freude bereitet, wie Wandern, Pilates, Radfahren, Yoga oder Tai Chi. Jede Aktivität zählt.
  • Reduzieren Sie Stress. Chronischer Stress wirkt sich negativ auf den Cholesterinspiegel aus. Gönnen Sie sich regelmäßig Pausen, sorgen Sie für ausreichend Schlaf und suchen Sie Unterstützung, wenn nötig. Achtsamkeit, Yoga und Atemübungen können helfen, das Stresshormon Cortisol zu senken.

Ergänzungen

Während der Wechseljahre verändert sich unter anderem die Art und Weise, wie der Körper Energie produziert, Muskeln aufbaut und die Haut regeneriert. Hochwertige Ergänzungen können den Körper bei diesen Prozessen auf natürliche Weise unterstützen. Magnesium, Vitamin D und Omega-3 werden für jede Frau in den Wechseljahren empfohlen.

Die Wirkung von Ergänzungen hängt von Lebensstil und Gesundheit ab und kann individuell variieren. Auch die Qualität des Produkts spielt eine entscheidende Rolle. Wählen Sie daher hochwertige Präparate ohne unnötige Füllstoffe.

Seit ich wirklich darauf achte, was ich esse, und mir vor allem mehr Ruhe gönne, ist mein Cholesterinspiegel gesunken. Es fühlt sich gut an zu merken, welchen Einfluss man selbst hat.
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Annemarie62 Jahre

11 Quellen