Während der Wechseljahre verändert sich die Produktion der Sexualhormone Östrogen und Progesteron. In der Perimenopause schwanken diese Hormonspiegel stark; nach der Menopause sinken sie weiter und stabilisieren sich auf einem niedrigeren Niveau. Diese Hormone spielen nicht nur eine Rolle bei der Fortpflanzung, sondern beeinflussen auch das Nervensystem und die Blutzirkulation. Obwohl Wissenschaftler noch nicht mit Sicherheit sagen können, dass Tinnitus durch die Wechseljahre verursacht wird, gibt es starke Hinweise darauf, dass Ohrensausen mit hormonellen Schwankungen in Verbindung stehen könnte.
Ein niedrigerer Östrogenspiegel kann zu einer verminderten Durchblutung des Ohrs führen, wodurch Sie anfälliger für Ohrensausen werden. Zudem führt ein sinkender Östrogenspiegel zu trockeneren Schleimhäuten im Körper, auch in den Ohren. Dies kann die Wahrnehmung von Geräuschen beeinflussen. Sie können dann ein anhaltendes Geräusch wie ein Pfeifen, Brummen oder Klopfen wahrnehmen, das bei Stress oder Müdigkeit manchmal stärker auffällt. Auch Beschwerden wie Schwindel, Überempfindlichkeit gegenüber Geräuschen oder leichtem Hörverlust können auftreten.