Schlechter Schlaf

Schlafen ist ein hormonell gesteuertes Ereignis. Wenn Sie während der Wechseljahre (oder kurz davor) schlechter schlafen, ist dies nicht ungewöhnlich. Fast die Hälfte der Frauen gibt an, in der Perimenopause schlecht zu schlafen. In der Postmenopause sind es sogar 60 Prozent. Was können Sie tun, um besser zu schlafen?

Middle-aged woman with dark curls in a cream bathrobe sitting indoors in a softly lit bedroom.

Kurz zusammengefasst

  • Viele Frauen leiden während der Wechseljahre unter Schlafproblemen. Es gehört zu den häufigsten Beschwerden in dieser Lebensphase.
  • Zahlreiche Hormone sind an einem erholsamen Schlaf beteiligt. Auch Östrogen und Progesteron spielen hierbei eine wichtige Rolle. Schwankungen dieser Hormone können sich negativ auf Ihren Schlaf auswirken.
  • Stress ist ebenfalls eine häufige Ursache für Schlafprobleme. Das Stresshormon Cortisol hemmt die Produktion des Schlafhormons Melatonin.
  • Schlechter Schlaf und Müdigkeit beeinflussen zudem andere Wechseljahresbeschwerden erheblich. Sie sind gereizter, und andere Beschwerden können sich verschlimmern.
Früher habe ich die ganze Nacht durchgeschlafen, aber seit den Wechseljahren wache ich manchmal bis zu fünfmal auf und habe morgens Schwierigkeiten, aus dem Bett zu kommen.
A woman dressed in white clothing wears a patterned light gray headscarf and a brown beaded necklace against a wooden wall. She conveys a gentle and serene presence, her soft expression reflecting the warm, minimalist atmosphere of the scene.
Sylvia53 Jahre

Was passiert in Ihrem Körper?

Schlafprobleme zählen oft zu den am häufigsten genannten Beschwerden in den Wechseljahren, gleich nach Symptomen wie Hitzewallungen und nächtlichem Schwitzen. Dies liegt daran, dass Ihr Schlaf stark von verschiedenen Hormonen beeinflusst wird. Wenn Ihre Hormonspiegel während der Wechseljahre schwanken und sinken, kann dies Ihren Schlaf auf vielfältige Weise beeinträchtigen.

Insbesondere Progesteron und das Stresshormon Cortisol spielen hierbei eine zentrale Rolle. Progesteron hat eine schlaffördernde und beruhigende Wirkung. Wenn der Progesteronspiegel während der Wechseljahre sinkt, fällt es Ihnen schwerer, einzuschlafen, und Sie wachen häufiger auf. Zudem kann Progesteron die Atemwege beeinflussen, was zu Atemaussetzern führen kann. Diese Sauerstoffunterbrechungen wecken Sie auf – ein Zustand, der als Schlafapnoe bekannt ist.

Darüber hinaus nimmt die Produktion des Glückshormons Serotonin ab, was sich auch auf Ihre Stimmung auswirkt. Serotonin wird abends in das Schlafhormon Melatonin umgewandelt. Ein niedriger Serotoninspiegel bedeutet also weniger Melatonin, was wiederum zu schlechterem Schlaf führt.

Folgen von schlechtem Schlaf

Schlaf ist an zahlreichen körperlichen Prozessen beteiligt. Er sorgt dafür, dass Hormone und Neurotransmitter im Körper optimal funktionieren. Ein erholsamer Schlaf fördert die Konzentration und eine positive Stimmung. Zudem fühlen Sie sich widerstandsfähiger, wenn Sie gut geschlafen haben. Schlechter Schlaf hingegen macht sich sofort bemerkbar: Sie fühlen sich niedergeschlagen oder gereizt, haben weniger Energie und manchmal auch weniger Lust auf Sexualität. Auch Ihr Appetit kann zunehmen.

Middle-aged woman with white hair lying curled in bed, wrapped in a textured sweater and blankets in warm light.

Andere Ursachen

Neben hormonellen Veränderungen können auch andere Faktoren Ihren Schlaf beeinträchtigen, wie z. B. mangelnde Bewegung und wenig Tageslicht. Einige Ursachen stehen direkt mit den Wechseljahren in Verbindung, wie nächtliches Schwitzen. Ein weiterer häufiger Faktor ist Stress. Das Stresshormon Cortisol hemmt die Produktion von Melatonin. Tagsüber haben Frauen oft einen niedrigen Cortisolspiegel, was sie müde macht. Nachts steigt der Cortisolspiegel jedoch an, was das Einschlafen erschwert.

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Welche Behandlung kann helfen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Wechseljahresbeschwerden effektiv zu behandeln. Sie müssen sich nicht damit abfinden. Sie können Ihren Körper auf natürliche Weise durch eine gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und Ruhe unterstützen. Darüber hinaus stehen Ergänzungen, Medikamente und Hormontherapien (HRT) zur Verfügung, die helfen können. Nachfolgend finden Sie die verschiedenen Ansätze, um besser zu schlafen.

Ernährung und Lebensstil: die Basis in Ordnung bringen

Veränderungen im Hormonhaushalt während der Wechseljahre können Ihr Energieniveau, Ihren Schlaf, Ihre Verdauung und Ihren Stoffwechsel beeinflussen. Eine gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und ausreichend Ruhe können helfen, Beschwerden vorzubeugen oder zu lindern. Bereits kleine Anpassungen können einen Unterschied machen, wie Sie sich fühlen.

Nehmen Sie Medikamente oder Ergänzungen ein? Ein gesunder Lebensstil unterstützt Ihren Körper bei der Aufnahme von Nährstoffen und der Verarbeitung von Medikamenten. Dies kann die Wirkung von Ergänzungen und Medikamenten verbessern.

  • Gehen Sie innerhalb einer Stunde nach dem Aufstehen ins Freie (bei Tageslicht!).
  • Verzichten Sie auf Alkohol und Kaffee. Trinken Sie nach 12 Uhr mittags keinen Kaffee mehr.
  • Legen Sie abends Geräte mit blauem Licht weg, wie Ihr Telefon oder Ihren Laptop.
  • Dimmen Sie abends das Licht. Dadurch wird die Produktion des Schlafhormons Melatonin angeregt.
  • Bewegen Sie sich ausreichend. Körperliche Aktivität fördert einen erholsamen Schlaf. Treiben Sie morgens oder tagsüber Sport, damit Ihre Körpertemperatur vor dem Schlafengehen nicht ansteigt.
  • Probieren Sie Ergänzungen wie Magnesium und Safran, die einen guten Schlaf fördern können.

Hormontherapie

Während der Wechseljahre verändern sich die Hormone Östrogen und Progesteron: Sie schwanken und verschwinden größtenteils, wenn Ihre Menstruation vollständig aufhört. Dies kann Beschwerden wie Hitzewallungen, vaginale Trockenheit oder schlechten Schlaf verursachen. Bei belastenden Beschwerden ist die Hormontherapie (HRT) die effektivste Behandlung. Durch das Auffüllen des Hormonmangels können die Beschwerden gelindert werden. So kann Ihr Körper wieder ins Gleichgewicht kommen, und Sie gewinnen Energie und Ruhe in Ihrem Alltag zurück.

Die Behandlung wird immer von einem Arzt verschrieben und individuell auf Ihre persönliche Situation abgestimmt, um Sicherheit und Wirksamkeit zu gewährleisten.

Ich brauche morgens nicht mehr erst drei Tassen Kaffee, um wach zu werden. Ich nehme jetzt Magnesium und schlafe tiefer. Außerdem wache ich nachts weniger oft auf.
A lady with black curly hair sits indoors wearing a grey sweater, resting her hands around a cup on a wooden table. She appears calm and contemplative, seemingly enjoying a quiet and cozy moment, which enhances the warm and comfortable atmosphere of the home kitchen setting.
Tina48 Jahre

Hormonfreie Medikamente

Neben der Hormontherapie gibt es auch nachweislich wirksame hormonfreie Medikamente zur Linderung von Wechseljahresbeschwerden. Während die Hormontherapie mehrere Beschwerden gleichzeitig lindern kann, wirken hormonfreie Medikamente oft gezielt auf eine bestimmte Beschwerde. Beispiele sind bestimmte Antidepressiva (SNRI) bei Hitzewallungen, entzündungshemmende Medikamente bei Gelenkschmerzen oder Säureblocker bei Sodbrennen.

Hormonfreie Medikamente werden immer von einem Arzt verschrieben. Sie sind eine gute Wahl für Frauen, die keine Hormontherapie möchten oder können. Diese Medikamente wirken direkt auf die jeweilige Beschwerde, ohne die Hormonbalance zu beeinflussen. So können Sie gezielt Ihre Beschwerden lindern und Ihren Körper unterstützen.

Ergänzungen

Während der Wechseljahre verändert sich unter anderem die Art und Weise, wie Ihr Körper Energie produziert, Muskeln aufbaut und die Haut regeneriert. Hochwertige Ergänzungen können diese Prozesse auf natürliche Weise unterstützen. Magnesium, Vitamin D und Omega-3 werden jeder Frau in den Wechseljahren empfohlen. Ergänzungen können auch gezielt bei spezifischen Beschwerden wie Hitzewallungen, schlechtem Schlaf und nächtlichem Schwitzen helfen.

Die Wirkung von Ergänzungen kann individuell unterschiedlich sein. Faktoren wie Ihr Lebensstil und Ihre Gesundheit spielen dabei eine Rolle. Auch die Qualität des Produkts beeinflusst die Wirksamkeit. Wählen Sie daher hochwertige Ergänzungen ohne unnötige Füllstoffe.

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