Während der Wechseljahre sinken die Östrogen- und Progesteronspiegel. Diese Hormone spielen möglicherweise eine Rolle bei der Funktion Ihrer Verdauung. Ein Rückgang kann zu einer verzögerten Magenentleerung (dem Prozess, bei dem Nahrung vom Magen in den Dünndarm gelangt), einem Völlegefühl und einer Schwächung des Muskels zwischen Magen und Speiseröhre führen. Letzteres erhöht das Risiko für Sodbrennen und Aufstoßen.
Sodbrennen kann unangenehme und schmerzhafte Beschwerden verursachen. Sie können vorübergehend ein brennendes Gefühl in der Brust verspüren, insbesondere nach dem Essen oder im Liegen. Die Magensäure steigt in die Speiseröhre auf und verursacht ein schmerzhaftes Gefühl. Wenn Sie gelegentlich Sodbrennen haben, das noch nicht chronisch ist, spricht man von Reflux. Tritt Reflux jedoch regelmäßig und über einen längeren Zeitraum auf, handelt es sich um GERD (gastroösophageale Refluxkrankheit). Dies ist eine chronische Erkrankung mit Symptomen wie Sodbrennen, Schmerzen in der Brust, Husten und Schluckbeschwerden.
Studien zeigen, dass Magen- und Darmbeschwerden bei Frauen in den Wechseljahren fast dreimal so häufig auftreten. Dieser Zusammenhang wird weiterhin untersucht, aber es zeigt sich, dass hormonelle Veränderungen eine deutliche Rolle spielen können. Die Beschwerden reichen von Sodbrennen und Reflux bis hin zur gastroösophagealen Refluxkrankheit (GERD). Frauen erleben diese Beschwerden in den Wechseljahren oft intensiver.