Trockene und juckende Haut und Ohren

Während der Wechseljahre verändert sich vieles, auch die Haut. Viele Frauen bemerken, dass ihre Haut trockener wird und manchmal juckt – nicht nur im Gesicht, sondern auch an den Armen oder der Brust. Woran liegt das eigentlich? Und was kann man tun, außer sich gut einzucremen?

Close-up of a woman’s forearm with dry skin being gently scratched in soft natural light.

Kurz zusammengefasst

  • Während der Wechseljahre sinkt der Östrogenspiegel. Dies führt zu weniger Kollagen und weniger Hautfett. Dadurch wird die Haut trockener, altert schneller und kann jucken. Auch die Ohren können jucken.
  • Rauchen, Sonne, heißes Duschen, ungeeignete Hautpflegeprodukte, Medikamente und andere gesundheitliche Probleme können ebenfalls zu trockener Haut führen.
  • Viele Frauen beschreiben den Juckreiz als stechend oder kribbelnd, oft im Gesicht, Nacken, Rücken, an der Brust, den Ohren oder auf der Kopfhaut. Das kann unangenehm sein und den Schlaf stören.
  • Ein gesunder Lebensstil und gute Hautpflege helfen. Ergänzungen können dabei unterstützen.
  • Auch eine Hormontherapie ist eine Option. Sie gleicht den Mangel an Östrogen und Progesteron aus und lindert so Beschwerden wie trockene Haut, Juckreiz und Hitzewallungen.
Die trockene Haut in meinem Gesicht kann ich noch ertragen, gutes Eincremen hilft. Aber die juckende Kopfhaut macht mich wahnsinnig!
Betty61 Jahre

Was passiert in Ihrem Körper?

Während der Wechseljahre produzieren die Eierstöcke immer weniger Östrogen und Progesteron. Vor allem der Rückgang des Östrogens hat Auswirkungen auf die Haut. Weniger Östrogen bedeutet nämlich, dass der Körper auch weniger Kollagen produziert. Kollagen ist ein Protein, das die Haut geschmeidig, elastisch und feucht hält. Wenn es abnimmt, kann die Haut schneller altern.

Auch die Talgdrüsen produzieren weniger Hautfett, wodurch die Haut trockener wird. Eine trockene Haut juckt schneller, da die Hautbarriere geschädigt ist und die Haut empfindlicher auf äußere Reize reagiert. Dieser Juckreiz kann überall am Körper auftreten (also auch an den Ohren) und wird in der Medizin als Pruritus bezeichnet.

Bereits in der Perimenopause beginnt der Östrogenspiegel zu schwanken, was die ersten Anzeichen von trockener Haut und Hautalterung hervorrufen kann. Je weiter die Wechseljahre fortschreiten, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit für trockene, juckende und alternde Haut.

Viele Frauen beschreiben den Juckreiz als stechend oder kribbelnd, oft im Gesicht, Nacken, Rücken, an der Brust oder auf der Kopfhaut. Das kann unangenehm sein, den Schlaf stören und auch den Alltag erschweren. Sie sind damit nicht allein: Trockene Haut ist bei Frauen über 65 weit verbreitet, oft in Kombination mit anderen Wechseljahresbeschwerden. Wie lange und wie stark die Beschwerden sind, variiert jedoch von Person zu Person.

Portrait of a woman with short white hair in a white ribbed top, facing the camera calmly in soft natural indoor light.

Andere Ursachen

Nicht nur Hormone spielen eine Rolle. Rauchen, Sonne, heißes Duschen und ungeeignete Hautpflegeprodukte können Hautprobleme verschlimmern. Auch Medikamente oder andere gesundheitliche Probleme können die Haut beeinflussen. Es lohnt sich, alle möglichen Ursachen Ihrer Beschwerden zu betrachten.

Rauchen verengt die Blutgefäße und reduziert die Durchblutung. Dadurch wird die Haut trockener. Zu viel Sonne oder Solarium beschleunigt die Hautalterung und schädigt die Haut. (Verwenden Sie täglich Sonnencreme mit SPF 30 oder höher).

Heißes Duschen oder Baden entfernt die natürlichen Fette aus der Haut. Dadurch kann die Haut schuppen. Hautpflegeprodukte mit Alkohol oder Duftstoffen können die Haut reizen. Wählen Sie lieber Produkte mit wirksamen Inhaltsstoffen wie Retinol, Kollagen, Hyaluronsäure, Niacinamid, Vitamin C oder E.

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Welche Behandlung kann helfen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, trockene, juckende und schuppige Haut sowie juckende Ohren effektiv zu behandeln. Sie können Ihren Körper auf natürliche Weise mit gesunder Ernährung, ausreichend Bewegung und Ruhe unterstützen. Darüber hinaus können Ergänzungen, Medikamente und Hormontherapie (HRT) helfen.

Ernährung und Lebensstil: die Basis schaffen

Wenn sich Ihr Hormonhaushalt während der Wechseljahre verändert, kann dies unter anderem Ihr Energieniveau, Ihren Schlaf, Ihre Verdauung und Ihren Stoffwechsel beeinflussen. Gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und Ruhe helfen, Beschwerden vorzubeugen oder zu lindern. Kleine Anpassungen können bereits einen Unterschied machen, wie Sie sich fühlen.

Bei der Einnahme von Medikamenten oder Ergänzungen unterstützt ein ausgewogener Lebensstil Ihren Körper bei der Aufnahme von Nährstoffen und der Verarbeitung von Medikamenten. Dadurch werden Ergänzungen und Medikamente wirksamer. Was Experten bei trockener und juckender Haut und Ohren empfehlen:

  • Sorgen Sie für ausreichend Vitamin E. Es hilft, den Feuchtigkeitsverlust der Haut zu verhindern. Vitamin E findet sich in Mandeln, Avocados, Haselnüssen und Pinienkernen.
  • Essen Sie viel Obst und Gemüse. Sie enthalten Vitamin C und Antioxidantien. Vitamin C unterstützt die Kollagenproduktion. Antioxidantien schützen Ihre Haut vor freien Radikalen. Vitamin C ist besonders in Kiwis, Zitrusfrüchten, roter Paprika, Blaubeeren und grünem Blattgemüse enthalten.
  • Achten Sie auf gesunde Fette. Omega-3-Fettsäuren halten Ihre Haut hydratisiert. Walnüsse, Chiasamen, Avocado und fetter Fisch sind gute Quellen. Ergänzungen wie Fisch- oder Algenöl können ebenfalls helfen.
  • Trinken Sie ausreichend Wasser. Mindestens 1,5 Liter pro Tag halten Ihre Haut gut feucht. Das klingt logisch, wird aber oft vergessen.

Hormontherapie

Während der Wechseljahre verändern sich die Hormone Östrogen und Progesteron in Ihrem Körper: Sie schwanken und verschwinden größtenteils, wenn Ihre Menstruation vollständig aufgehört hat. Dies kann Beschwerden wie Hitzewallungen, vaginale Trockenheit oder trockene und juckende Haut und Ohren verursachen. Bei belastenden Beschwerden ist die Hormontherapie (HRT) die wirksamste Behandlung. Durch das Auffüllen des Hormonmangels nehmen die Beschwerden ab. So kann Ihr Körper wieder ins Gleichgewicht kommen, und Sie gewinnen Energie und Ruhe für Ihren Alltag zurück.

Hormontherapie wird immer von einem Arzt verschrieben und individuell auf Ihre persönliche Situation abgestimmt, damit die Behandlung sicher und effektiv ist.

Hormonfreie Medikamente

Viele Frauen wissen nicht, dass es neben der Hormontherapie auch nachweislich wirksame hormonfreie Medikamente gibt, um Wechseljahresbeschwerden zu lindern. Während die Hormontherapie mehrere Beschwerden gleichzeitig lindern kann, wirken hormonfreie Medikamente oft gezielt auf ein bestimmtes Symptom. Beispiele sind bestimmte Antidepressiva (SNRI) bei Hitzewallungen, entzündungshemmende Mittel bei Gelenkschmerzen oder Säureblocker bei Sodbrennen.

Hormonfreie Medikamente werden immer von einem Arzt verschrieben. Sie können eine gute Wahl für Frauen sein, die keine Hormontherapie möchten oder können. Sie wirken direkt auf das Symptom, ohne den Hormonhaushalt zu beeinflussen. So können Sie gezielt Ihre Beschwerden lindern und Ihren Körper unterstützen.

Ergänzungen

Während der Wechseljahre verändert sich unter anderem die Art und Weise, wie Ihr Körper Energie produziert, Muskeln aufbaut und die Haut regeneriert. Sie können diese Prozesse auf natürliche Weise mit hochwertigen Ergänzungen unterstützen. Magnesium, Vitamin D und Omega-3 werden jeder Frau in den Wechseljahren empfohlen. Ergänzungen können auch auf spezifische Beschwerden abzielen, wie Hitzewallungen, Schlafprobleme sowie trockene und juckende Haut und Ohren.

Die Wirkung von Ergänzungen kann von Person zu Person unterschiedlich sein. Dies hängt unter anderem von Ihrem Lebensstil und Ihrer Gesundheit ab. Auch die Qualität des Produkts bestimmt, wie gut es wirkt. Wählen Sie daher hochwertige Ergänzungen ohne unnötige Füllstoffe.

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