Während der Wechseljahre produzieren die Eierstöcke immer weniger Östrogen und Progesteron. Vor allem der Rückgang des Östrogens hat Auswirkungen auf die Haut. Weniger Östrogen bedeutet nämlich, dass der Körper auch weniger Kollagen produziert. Kollagen ist ein Protein, das die Haut geschmeidig, elastisch und feucht hält. Wenn es abnimmt, kann die Haut schneller altern.
Auch die Talgdrüsen produzieren weniger Hautfett, wodurch die Haut trockener wird. Eine trockene Haut juckt schneller, da die Hautbarriere geschädigt ist und die Haut empfindlicher auf äußere Reize reagiert. Dieser Juckreiz kann überall am Körper auftreten (also auch an den Ohren) und wird in der Medizin als Pruritus bezeichnet.
Bereits in der Perimenopause beginnt der Östrogenspiegel zu schwanken, was die ersten Anzeichen von trockener Haut und Hautalterung hervorrufen kann. Je weiter die Wechseljahre fortschreiten, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit für trockene, juckende und alternde Haut.
Viele Frauen beschreiben den Juckreiz als stechend oder kribbelnd, oft im Gesicht, Nacken, Rücken, an der Brust oder auf der Kopfhaut. Das kann unangenehm sein, den Schlaf stören und auch den Alltag erschweren. Sie sind damit nicht allein: Trockene Haut ist bei Frauen über 65 weit verbreitet, oft in Kombination mit anderen Wechseljahresbeschwerden. Wie lange und wie stark die Beschwerden sind, variiert jedoch von Person zu Person.