Hormonpräparate werden von Spezialisten als die effektivste Behandlung bei Wechseljahresbeschwerden angesehen, bringen jedoch einige Risiken mit sich. Die Risiken betreffen überwiegend Frauen, die zu einem späteren Zeitpunkt der Wechseljahre mit der Behandlung beginnen. Hierzu gehören:
- Erhöhtes Risiko für Brust- und Gebärmutterkrebs bei langfristiger Anwendung (fünf Jahre oder länger)
- Leicht erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (wie Thrombose)
- Leicht erhöhtes Risiko für einen Schlaganfall. Rauchen, Bluthochdruck oder ein zu hoher Cholesterinspiegel erhöhen dieses Risiko erheblich.
Bei der Verwendung von bioidentischen Hormonen, die über die Haut verabreicht werden, scheint dieses Risiko am geringsten zu sein. Gleichzeitig zeigen neuere Studien, dass Frauen, die frühzeitig mit der Hormontherapie beginnen und diese mehrere Jahre während der Wechseljahre anwenden, im Durchschnitt länger und gesünder leben. So scheint die Hormontherapie das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Demenz, Knochenschwund und die Sterblichkeit im Allgemeinen zu senken. Diese positiven Effekte zeigen sich vor allem bei Frauen, die zu Anfang der Wechseljahre mit der Therapie beginnen und unter ärztlicher Aufsicht behandelt werden. Hormontherapie wird bei Frauen mit (einer Vorgeschichte von) Brustkrebs, hormonempfindlichem Krebs, Schlaganfall, Thrombose, Lebererkrankungen und abnormalen vaginalen Blutungen nicht empfohlen.
Nebenwirkungen der Hormontherapie
Durch den Anstieg der Hormonspiegel und/oder die Anpassung der Hormondosierung können in den ersten Monaten der Behandlung einige Nebenwirkungen auftreten:
- Kopfschmerzen
- Übelkeit
- Zwischenblutungen
- Spannungsgefühle oder berührungsempfindliche Brüste