Was hilft bei Hitzewallungen und nächtlichem Schwitzen: Hormontherapie vs. Veoza?



Viele Frauen leiden während der Wechseljahre unter Hitzewallungen, die den Alltag erheblich beeinträchtigen können. Ein plötzlicher Schweißausbruch während einer wichtigen Besprechung ist schließlich das Letzte, was man sich wünscht. Und wenn diese Beschwerden nachts auftreten, stören sie den Schlaf, was wiederum zu weiteren gesundheitlichen Problemen führen kann. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Hitzewallungen zu lindern. Häufig wird zunächst eine Hormontherapie in Betracht gezogen, doch nicht jede Frau möchte oder kann diese anwenden. Eine hormonfreie Alternative ist Veoza. Dieses Medikament wird bei mäßigen bis schweren Hitzewallungen verschrieben und hat sich in Studien als wirksam erwiesen. Da jedoch mögliche Nebenwirkungen auf die Leber auftreten können, werden vor und während der Behandlung Leberkontrollen durchgeführt. So stellt Ihr Arzt sicher, dass die Therapie für Sie sicher bleibt. Was beinhalten beide Behandlungsoptionen, und wie können Sie herausfinden, welche die beste Wahl für Sie ist?
Um die Wirkungsweise von Hormontherapie und Veoza zu verstehen, ist es wichtig, die Ursachen von Hitzewallungen während der Wechseljahre zu kennen. Der Rückgang des Östrogenspiegels spielt dabei eine entscheidende Rolle. Normalerweise arbeiten Östrogen und kleine Proteine, die von Neuronen produziert werden, zusammen, um die Körpertemperatur zu regulieren. Östrogen hemmt dabei die Freisetzung dieser Proteine.
Wenn jedoch der Östrogenspiegel sinkt, gewinnen diese Proteine die Oberhand und senden verstärkt Signale an den Bereich des Gehirns, der die Körpertemperatur reguliert. Das Gehirn interpretiert diese Signale fälschlicherweise als Hinweis darauf, dass der Körper überhitzt ist. Die natürliche Reaktion des Körpers darauf ist: Die Blutgefäße weiten sich, um Wärme abzugeben, und Sie beginnen stark zu schwitzen, um den Körper abzukühlen. Das sind Hitzewallungen. Wenn dies nachts geschieht, spricht man von nächtlichem Schwitzen.
Veoza reduziert Hitzewallungen, indem es diese Proteine blockiert, sodass falsche Signale das Gehirn nicht erreichen. Dabei werden keine Hormone eingesetzt. Die Dauer der Behandlung hängt von Ihrer individuellen Situation und den Empfehlungen Ihres Arztes ab. In der Regel wird Veoza so lange eingenommen, wie Sie unter Hitzewallungen leiden und die Behandlung wirksam ist.
Bei der Hormontherapie wird der Östrogenmangel durch synthetische oder bioidentische Hormone ausgeglichen, um das hormonelle Gleichgewicht wiederherzustellen. Dadurch kann Östrogen die oben genannten Proteine erneut hemmen, und es werden keine falschen Signale mehr an das Gehirn gesendet. Welche Darreichungsformen und Hormone verwendet werden, hängt von der Art und Schwere der Beschwerden ab.
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Veoza (auch bekannt als Fezolinetant oder Veozah in den USA) ist eine hormonfreie Behandlung gegen Hitzewallungen und nächtliches Schwitzen bei Frauen in den Wechseljahren. Gerade deshalb hat es viel Aufmerksamkeit in den Medien erhalten. Britische Forscher bezeichneten es sogar als bahnbrechend. Studien haben gezeigt, dass das Medikament genauso wirksam ist wie eine Hormontherapie.
Wenn Sie keine Hormontherapie anwenden können oder möchten, kann Veoza eine geeignete Alternative sein. Es wirkt gezielt auf die Substanzen in Ihrem Körper, die Hitzewallungen verursachen, und bekämpft diese direkt an der Quelle. Obwohl Veoza speziell Hitzewallungen und nächtliches Schwitzen reduziert, können Sie feststellen, dass auch andere Wechseljahresbeschwerden abnehmen. Denn ohne diese belastenden Schweißausbrüche schlafen Sie besser, sind weniger gestresst und fühlen sich insgesamt wohler.
Die Hormontherapie wird seit vielen Jahren erforscht und angewendet. Dadurch gibt es umfangreiche Kenntnisse über ihre Wirksamkeit und Risiken. Neben der Linderung von Hitzewallungen hilft sie auch bei anderen Beschwerden der Wechseljahre, wie Scheidentrockenheit, psychischen Beschwerden und Knochenschwund. In den ersten Monaten der Anwendung können Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen und Übelkeit auftreten. Eine langfristige Anwendung kann möglicherweise andere Risiken und Nebenwirkungen mit sich bringen. Sprechen Sie daher immer mit einem Arzt, wenn Sie eine Hormontherapie über einen längeren Zeitraum in Betracht ziehen.
Die Wahl zwischen Hormontherapie und Veoza hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter mögliche andere Beschwerden der Wechseljahre, Ihre Krankengeschichte, persönliche Präferenzen sowie mögliche Risiken oder Nebenwirkungen. Lassen Sie sich von einem Arzt umfassend beraten, damit Sie eine fundierte Entscheidung treffen können. Denn mit Ihren Beschwerden weiterleben müssen Sie keinesfalls.