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Wies: „Je mehr Sie wissen, desto einfacher wird der Übergang.“

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Wies Verbeek
Autor:Wies Verbeek
A middle-aged woman with brown hair sitting comfortably with a book

Inhaltsverzeichnis

„Nein, das hat nichts mit den Wechseljahren zu tun“, versicherte mir meine Hausärztin, als ich sie wegen extrem trockener Augen aufsuchte. Meine oberen und unteren Augenlider klebten regelrecht aneinander, als hätte ich sie mit Prittstift zusammengeklebt. Später fand ich jedoch heraus, dass trockene Augen durchaus mit sinkenden Östrogenspiegeln in Verbindung stehen können.

Es schleicht sich unbemerkt ein

Zunächst ärgerte es mich, dass meine Hausärztin den Zusammenhang nicht erkannte. Aber trockene und juckende Augen können tatsächlich mit den Wechseljahren zusammenhängen. Östrogen spielt nämlich eine wichtige Rolle bei der Zusammensetzung und Produktion der Tränenflüssigkeit. Sinkt der Östrogenspiegel, können die Schleimhäute trockener werden, und auch die Qualität der Tränenflüssigkeit verändert sich.

Die Wechseljahre können mit so unterschiedlichen Beschwerden einhergehen, dass ich es meiner Ärztin im Nachhinein nicht einmal übel nehme.

Wenn man sich nicht näher mit dem Thema beschäftigt, weiß man nicht, was alles dazugehört. Man denkt schnell an Hitzewallungen, nächtliches Schwitzen, Stimmungsschwankungen und unregelmäßige Menstruationen. Wer darunter leidet, erkennt sofort: Das sind die Wechseljahre.

Die Wechseljahre sind auch psychisch

Doch die Wechseljahre können viel hinterhältiger sein. Besonders auf psychischer Ebene können sie so heimtückisch zuschlagen, dass man nicht sofort erkennt, dass die schwierige Situation, in der man sich befindet, auch mit hormonellen Veränderungen zusammenhängen kann.

So war ich einige Monate völlig aus der Bahn geworfen. Ich fühlte mich gestresst und ängstlich und hatte eine kurze Zündschnur. Kein Wunder, denn ich hatte gerade mein eigenes Unternehmen gegründet, und meine Mutter musste in ein Pflegeheim, was viel Organisation erforderte, obwohl sie das selbst überhaupt nicht wollte.

Das würde jeden Menschen stressen, oder? Aber ich hatte schon schwierigere Situationen gemeistert. Warum war ich jetzt so instabil?

Wir denken nicht an die Wechseljahre

Inzwischen weiß ich, dass es an den Wechseljahren lag. In meinem Umfeld sind so viele Freundinnen zusammengebrochen. Alles Frauen in hohen Positionen, die plötzlich ein Burnout bekamen. Sie hatten immer alles unter einen Hut bekommen, Arbeit und Kinder miteinander kombiniert, und dann plötzlich, zack, aus und vorbei.

Das ist es, was das Hormonchaos mit einem machen kann. Aber keine meiner Freundinnen dachte daran. Es macht einen so großen Unterschied, wenn man weiß, woran es liegt. Dann zweifelt man weniger an sich selbst und kann sich besser darauf vorbereiten.

Bereiten Sie sich vor

Deshalb ist mein größter Tipp: Informieren Sie sich. Es hilft wirklich. Eine Gynäkologin sagte einmal zu mir: Eine kluge Frau ist auf ihre Wechseljahre vorbereitet. Und da stimme ich ihr voll und ganz zu.

Mir haben diese Bücher sehr geholfen:

  • Auch nette Mädchen werden fünfzig – Dr. Maaike de Vries & Dr. Manon Kerkhof
  • Die Wechseljahre: Das No-Nonsense-Handbuch – José Rozenbroek & Jos Teunis
  • Herz und Hormone – Dr. Janneke Wittekoek & Drs. Dorenda van Dijken

Wer ist Wies?

Wies Verbeek (58) ist Journalistin, Gründerin der Website BLOW.nl und Autorin des Buches „’n Beetje Leuk Ouder Worden, 101 verrassende en bewezen tips“. Und sie steckt mitten in den Wechseljahren.