„Das darf doch wohl nicht wahr sein“, dachte ich, als ich den Artikel über Menopause-Partys in der amerikanischen HuffPost las. Es scheint tatsächlich ein aufkommender Trend zu sein. „Wichtig“, sagen die Experten im Artikel, „denn wir sollten uns nicht verstecken, als wären wir nichts mehr wert, sondern zeigen, dass die Menopause einfach ein Teil des Alterungsprozesses ist. Schließlich haben wir noch 30 bis 40 Prozent unseres Lebens vor uns.“
Die Menopause ist deine letzte Menstruation. Dies weißt du allerdings erst, wenn ein Jahr vergangen ist, in dem du keine Periode mehr hattest. Dann ist es also Zeit für diese Party. Und es kommt wirklich nicht auf einen bestimmten Tag oder eine bestimmte Woche an. „Sie markiert den Beginn eines völlig neuen Lebensabschnitts, eines ganz neuen Kapitels, das dir mehr Resilienz, Selbstvertrauen und Weisheit bringen kann“, erklärt die Psychotherapeutin Helen Bennett im Artikel.
Gerade als ich denke: „Welche Weisheit und Resilienz? Dieser ganze Wechsel ist doch einfach nur Mist! Auf jeden Fall nichts, was man feiern sollte“, lese ich, dass die Menopause-Partys auch noch einen anderen Zweck haben. Nämlich den Austausch von Tipps und Informationen, zum Beispiel über Hormontherapien, Anpassungen am Arbeitsplatz, gute Adressen und den Umgang mit Beschwerden.
Bennett fügt hinzu: „Die Partys machen die Situation außerdem etwas leichter. Das ganze Thema wird dadurch ein Stück weit besprechbarer.“
In diesem Punkt kann ich ihr zustimmen. Ich stelle mir schon vor, wie ich sage: „Hey Schatz, ich bin heute Abend nicht da, ich gehe zur Menopause-Party von Juliette.“ Herrlich. Und dass dann jeder weiß, dass auch Juliettes Wandel begonnen hat. Oh nein, es ist kein Wandel zum Schlechteren, sondern der Beginn einer neuen Phase.



