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Monica (49) über Tinnitus, Stress und wie sie ihre innere Balance wiederfand

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Redaktion SeeMe-nopause
Autor:Redaktion SeeMe-nopause
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Inhaltsverzeichnis

Monica (49) ist Maklerin, verheiratet und Mutter von drei Kindern. Sie führt ein turbulentes Leben und schätzt die Gesellschaft von Freundinnen, Kolleginnen, Kollegen und ihrer Familie. Als ihr Körper sich zu verändern begann, dachte sie zunächst an ein Symptom, das viele Frauen kennen: Hitzewallungen. Doch ihre Geschichte nahm eine unerwartete Wendung, als sie ein ständiges Summen im Ohr wahrnahm.

Es begann mit Schweißausbrüchen und Kopfschmerzen. Aber dieses Summen im Ohr begann, mein Leben zu beherrschen.

Schweißausbrüche, Kopfschmerzen und ein unerwartetes Symptom

Für Monica bedeutete der Beginn der Wechseljahre vor einigen Jahren vor allem eines: Hitzewallungen. „Als ich immer häufiger und heftiger Schweißausbrüche hatte und auch Kopfschmerzen bekam, dachte ich sofort: Das müssen die Wechseljahre sein.“

Auch ihre Menstruation wurde unregelmäßiger. Das empfand sie als unangenehm, aber es war nicht das, was sie am meisten belastete. „Am schlimmsten fand ich, dass plötzlich ein Summen im linken Ohr auftrat. Manchmal sehr stark, manchmal etwas leiser, aber es war ständig präsent. Es war äußerst störend.“

Das Geräusch begann, ihr tägliches Leben zunehmend zu beeinträchtigen. „Ich bin von Natur aus ein fröhlicher und optimistischer Mensch, aber manchmal erkannte ich mich selbst nicht mehr wieder. Ich wurde zunehmend niedergeschlagen und hatte immer weniger Lust auf soziale Aktivitäten.“

Feiern, die sie sich normalerweise nicht entgehen ließ, mied sie zunehmend. „Ich tanze für mein Leben gern und war regelmäßig mit Freundinnen, Mitgliedern des Tennisclubs oder Kolleginnen und Kollegen zum Essen verabredet. Aber nach und nach zog ich mich immer mehr zurück.“

Ich bin eigentlich ein sehr fröhlicher und optimistischer Mensch, aber durch dieses Geräusch erkannte ich mich selbst manchmal nicht mehr wieder.

Verlust und eine Phase, in der alles zusammenkam

Da Monica in der Vergangenheit häufig an Ohrenentzündungen gelitten und als Kind Paukenröhrchen eingesetzt bekommen hatte, vermutete ihr Hausarzt, dass diese Vorgeschichte eine Rolle spielen könnte. Gleichzeitig durchlebte sie eine sehr stressige Phase. „Meine Arbeit war äußerst hektisch. Der Immobilienmarkt boomte, sodass ich im Dauereinsatz war. Zugleich verschlechterte sich der Gesundheitszustand meiner Eltern.“ Monica pflegte sie intensiv, neben ihrer Arbeit und ihrem Familienleben. „Ich fühlte mich durchgehend erschöpft.“

Als ihre Eltern kurz nacheinander verstarben, fiel diese intensive Pflegetätigkeit plötzlich weg. Doch der Verlust und die jahrelange Belastung forderten ihren Tribut. „Kurz darauf erlitt ich einen Burn-out. Es war alles zu viel geworden: der Verlust meiner Eltern, die jahrelange Verantwortung für die Pflege und gleichzeitig den Familienalltag zu organisieren.“ Glücklicherweise erfuhr sie viel Unterstützung von ihrem Mann und ihren Kindern. „Sie nahmen mir Aufgaben ab und versuchten, mich bestmöglich zu entlasten. Das war eine enorme Hilfe.“

Die Achtsamkeits- und Atemübungen, die ich gelernt habe, wende ich bis heute fast täglich an.

Der Umgang mit Tinnitus und ein neuer Blick nach vorn

Ihr Hausarzt überwies Monica an einen Psychologen, bei dem sie eine kognitive Verhaltenstherapie begann. „Während der Therapiesitzungen lernte ich, mit dem Ohrgeräusch und dem damit verbundenen Stress umzugehen. Ich konnte auch offen über alles sprechen, was in meinem Leben geschehen war. Das hat mir sehr geholfen.“

Sie erlernte Achtsamkeits- und Atemübungen, die sie bis heute fast täglich anwendet. „Sie geben mir Halt, besonders an Tagen, an denen das Geräusch stärker wahrnehmbar ist.“ Zudem stellte ihr Hausarzt einen Vitamin-B12-Mangel bei ihr fest. „Fünf Jahre zuvor hatte ich meine Ernährung aus moralischen Gründen auf vegetarisch umgestellt. Mir war jedoch nie bewusst gewesen, dass dadurch ein B12-Mangel entstehen könnte.“ Sie erhielt zunächst Injektionen und anschließend Tabletten, um ihren B12-Spiegel wieder auszugleichen. „Das hat eindeutig geholfen. Der Tinnitus ist zwar nicht verschwunden, aber die Schweißausbrüche und die Kopfschmerzen sind so gut wie weg.“

Heute ist das Geräusch zwar noch vorhanden, aber Monica hat Wege gefunden, damit umzugehen. „Manchmal ziehe ich mich für einen Moment zurück und mache meine Atemübungen. Es wird wahrscheinlich nie ganz verschwinden, aber es bestimmt nicht mehr mein Leben.“ Auch ihr soziales Leben hat sie wiederaufgenommen. „Ich gehe wieder zu Abendessen und gesellschaftlichen Anlässen. Und das Schöne daran ist: Mein Umfeld hat Verständnis für meine Situation. Wenn es mir einmal nicht gut geht und ich absagen muss, ist das kein Problem.“

Daher blickt Monica zuversichtlich in die Zukunft. „Ich bin ein glücklicher Mensch. So werde ich die Wechseljahre gut überstehen.“

Vielleicht erkennen Sie einige der in dieser Geschichte beschriebenen Symptome wieder. Fragen Sie sich, ob auch Sie sich in den Wechseljahren befinden? Der Menopausentest kann Ihnen eine erste Einschätzung geben.

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