Augenmigräne

Während der Wechseljahre kann Augenmigräne plötzlich auftreten, selbst wenn Sie zuvor keine Beschwerden hatten. Dabei können Sie beispielsweise wellenförmige Muster, Sternchen oder Flimmern in Ihrem Sichtfeld wahrnehmen (auch als „Aura“ bezeichnet). Was verursacht Augenmigräne, und was können Sie dagegen tun?

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Kurz zusammengefasst

  • Augenmigräne tritt, ähnlich wie klassische Migräne, häufiger bei Frauen als bei Männern auf.
  • Hormonelle Schwankungen während der Wechseljahre scheinen dabei eine wichtige Rolle zu spielen.
  • Die Beschwerden nehmen oft ab oder verschwinden nach der letzten Menstruation.
  • Hatten Sie bereits vor den Wechseljahren Augenmigräne, können die Anfälle vorübergehend schlimmer werden.
  • Ein Anfall ist meist harmlos, kann jedoch beängstigend sein und Ihren Alltag beeinträchtigen.
Am Anfang sehe ich ein Flimmern, meist für ein paar Minuten. Wenn das nachlässt, wird mir übel. Ruhe und wenig Licht helfen mir am meisten.
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Elke50 Jahre

Was passiert in Ihrem Körper?

Die genaue Ursache von Augenmigräne ist noch nicht vollständig geklärt. Es scheint jedoch mit vorübergehenden Veränderungen der Durchblutung der Blutgefäße im Gehirn und in den Augen zusammenzuhängen. Hormonelle Schwankungen während der Wechseljahre, insbesondere schnelle Anstiege oder Abfälle von Östrogen im Verhältnis zu Progesteron, können dabei eine Rolle spielen.

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Andere Ursachen

Darüber hinaus können andere Beschwerden der Wechseljahre Augenmigräne auslösen. Stress erhöht beispielsweise die Empfindlichkeit gegenüber Migräne, und Hitzewallungen, Müdigkeit sowie Schlafprobleme können ebenfalls zur Entwicklung von Augenmigräne beitragen.

Auch Umweltfaktoren, die nicht mit den Wechseljahren zusammenhängen, können eine Rolle spielen, wie bestimmte Lebensmittel (z. B. koffeinhaltige Getränke und Alkohol), grelles Licht, Rauchen, starke Gerüche oder andere Umgebungsreize.

Wie erkennt man Augenmigräne?

Im Gegensatz zur klassischen Migräne ist Augenmigräne nicht unbedingt durch „normale“ Kopfschmerzen gekennzeichnet. Die Kopfschmerzen bei Augenmigräne befinden sich direkt hinter dem Auge und betreffen nur ein Auge. Weitere typische Symptome sind:

  • Zickzacklinien oder wellenförmige Muster mit Farben
  • Kribbeln in Armen und/oder Beinen
  • Blinde oder schwarze Flecken
  • Flimmern oder Lichtblitze
  • Verschwommenes oder doppeltes Sehen
  • Schwierigkeiten beim Sprechen
  • Tunnelblick

Nach einem Augenmigräneanfall können folgende Beschwerden auftreten:

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Welche Behandlung kann helfen?

Augenmigräne lässt sich nicht immer verhindern. Es gibt jedoch Möglichkeiten, die Anfälle zu reduzieren oder besser damit umzugehen. Was hilft, ist von Person zu Person unterschiedlich und hängt von den Auslösern sowie der Schwere der Beschwerden ab.

Ernährung und Lebensstil: Die Basis im Griff

Veränderungen im Hormonhaushalt können sich auf Ihr Energieniveau, Ihren Schlaf, Ihre Verdauung und Ihren Stoffwechsel auswirken. Eine gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und Ruhe helfen, Beschwerden vorzubeugen oder zu lindern. Bereits kleine Anpassungen können einen Unterschied machen, wie Sie sich fühlen.

Nehmen Sie Medikamente oder Ergänzungen ein? Ein gesunder Lebensstil unterstützt Ihren Körper bei der Aufnahme von Nährstoffen und der Verarbeitung von Medikamenten. Das verbessert die Wirkung von Ergänzungen und Medikamenten. Experten empfehlen bei Augenmigräne Folgendes:

  • Hatten Sie gerade einen Anfall? Suchen Sie eine ruhige Umgebung ohne grelles Licht oder starke Gerüche auf. Kalte Kompressen auf dem Auge können ebenfalls helfen.
  • Finden Sie den Auslöser. Führen Sie ein Migränetagebuch, um die Auslöser zu identifizieren. Notieren Sie, was Sie am Tag der Augenmigräne getan haben, wie Sie geschlafen und was Sie gegessen haben. Dies hilft, Muster zu erkennen und die richtigen Maßnahmen zu ergreifen.
  • Reduzieren Sie Stress. Stress erhöht den Östrogenspiegel in Ihrem Körper und kann Augenmigräne auslösen. Versuchen Sie regelmäßig Entspannungsübungen wie Meditation oder Achtsamkeit zu machen und tun Sie Dinge, die Sie entspannen. Seien Sie sich bewusst, dass Sie während der Wechseljahre anfälliger für Stress sind. Es hilft, Prioritäten zu setzen, häufiger Pausen einzulegen und sich ausreichend zu bewegen.
  • Dehnen und strecken. Migräne kann durch verspannte Nackenmuskeln ausgelöst werden. Dehnübungen können helfen.
  • Machen Sie Bildschirmpausen. Blicken Sie öfter in die Ferne, um Ihre Augen zu entlasten, und stehen Sie alle 30 Minuten kurz auf. Nehmen Sie auch regelmäßig längere Bildschirmpausen und gehen Sie beispielsweise an die frische Luft spazieren. Bildschirmpausen helfen auch, einen steifen Nacken zu lindern.
  • Essen Sie eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Magnesium und Omega-3-Fettsäuren. Ein Magnesiummangel kann Migräne auslösen oder verschlimmern. Magnesium ist reichlich in Gemüse, Nüssen, Erdnüssen und Vollkornprodukten enthalten. Omega-3 hat zudem entzündungshemmende Eigenschaften, die bei Migräne hilfreich sein können. Omega-3 findet sich unter anderem in Chiasamen, Walnüssen, Leinöl und fettem Fisch. Achten Sie außerdem darauf, ausreichend Wasser zu trinken und einen niedrigen Blutzuckerspiegel zu vermeiden.
  • Vermeiden Sie warme/heiße Umgebungen. Eine warme oder heiße Umgebung (wie eine Sauna, aber auch heißes Wetter) kann (Augen-)Migräne auslösen.
  • Erwägen Sie eine andere Form der Verhütung. Die Antibabypille kann Augenmigräne verursachen.

Ergänzungen

Während der Wechseljahre verändert sich unter anderem die Art und Weise, wie Ihr Körper Energie produziert, Muskeln aufbaut und die Haut regeneriert. Sie können Ihren Körper bei diesen Prozessen auf natürliche Weise mit hochwertigen Ergänzungen unterstützen. Magnesium, Vitamin D und Omega-3 werden für jede Frau in den Wechseljahren empfohlen.

Die Wirkung von Ergänzungen hängt unter anderem von Ihrem Lebensstil und Ihrer Gesundheit ab und kann von Person zu Person variieren. Auch die Qualität des Produkts bestimmt, wie gut es wirkt. Wählen Sie daher hochwertige Ergänzungen ohne unnötige Füllstoffe.

Beim ersten Mal war ich sehr erschrocken über die Lichtblitze. Erst später habe ich verstanden, dass es Augenmigräne war.
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Ingrid51 Jahre
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