Osteoporose

Knochenschwund (Osteoporose) wird häufig als ein Problem des höheren Alters betrachtet, doch das Risiko kann bereits während der Wechseljahre steigen. Hormonelle Veränderungen können zu einem Rückgang der Knochendichte führen, ohne dass dies sofort bemerkt wird. Was geschieht in Ihrem Körper, und was können Sie tun, um Ihre Knochen so stark wie möglich zu erhalten?

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Kurz zusammengefasst

  • Etwa 20 Prozent des Knochenverlusts treten während der Wechseljahre auf, vor allem bedingt durch sinkende Östrogenspiegel.
  • Knochenschwund verläuft oft ohne erkennbare Beschwerden. Probleme treten meist erst später auf, beispielsweise bei einem Knochenbruch oder einem eingestürzten Wirbel.
  • Das Risiko für Knochenbrüche steigt in den Jahren nach der Menopause, häufig zehn bis zwanzig Jahre später.
  • Durch rechtzeitige Beachtung von Ernährung, Bewegung und gegebenenfalls einer Behandlung können Sie den Knochenverlust verlangsamen.
Ich dachte, Knochenschwund sei erst im hohen Alter ein Thema. Erst später habe ich erfahren, dass auch die Wechseljahre Einfluss darauf haben können.
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Yvonne57 Jahre

Was passiert in Ihrem Körper?

Es ist bekannt, dass Östrogen eine zentrale Rolle für die Knochengesundheit sowohl bei Männern als auch bei Frauen spielt. Dieses Hormon unterstützt die Erneuerung und den Erhalt des Knochengewebes. Wenn die Östrogenspiegel während der Wechseljahre sinken, erhöht sich das Risiko für Knochenschwund (Osteoporose). Die Knochendichte nimmt ab, und die Knochen werden brüchiger und anfälliger, was das Risiko für Knochenbrüche erhöht.

Neben Östrogen sind auch Kalzium, Vitamin D und Vitamin K entscheidend für gesunde Knochen. Kalzium ist ein essenzieller Baustein der Knochen. Vitamin D wird benötigt, um Kalzium aus der Nahrung aufzunehmen, während Vitamin K hilft, dieses Kalzium tatsächlich in den Knochen einzulagern.

Zusätzlich zu einem erhöhten Risiko für Osteoporose können während der Wechseljahre auch andere Beschwerden auftreten, wie eine alternde Haut, eine verminderte Libido und Hitzewallungen.

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Andere Ursachen

Weitere Faktoren, die zum Knochenschwund beitragen können, sind Insulinresistenz, Alkoholkonsum, Rauchen, chronische Entzündungen und bestimmte Medikamente. Knochenschwund tritt bei Frauen häufiger auf als bei Männern, wobei die Wechseljahre eine wesentliche Ursache darstellen.

Auch Stress kann das Risiko für eine Verschlechterung der Knochengesundheit erhöhen. Bei anhaltendem Stress produziert der Körper vermehrt Cortisol. Ein erhöhter Cortisolspiegel verringert die Knochendichte und hemmt die Neubildung von Knochen. Stress kann somit indirekt zu einer verminderten Knochenbildung beitragen.

Haben Sie einen hektischen Alltag, viele Verpflichtungen und wenig Zeit für sich selbst? Versuchen Sie, öfter einen Gang zurückzuschalten. Setzen Sie Prioritäten und akzeptieren Sie, dass nicht alle Aufgaben gleichzeitig erledigt werden können. Kurze Entspannungsübungen und regelmäßige Pausen können helfen, Stress zu reduzieren.

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Welche Behandlung kann helfen?

Es gibt verschiedene Ansätze, um Knochenschwund zu behandeln und das Risiko für weiteren Knochenabbau zu verringern. Welche Methode geeignet ist, hängt von Ihrer individuellen Situation und dem Ausmaß des Knochenverlusts ab. Unterstützung durch Änderungen des Lebensstils, Ergänzungen und – in einigen Fällen – Medikamente oder eine Hormontherapie (HRT) kann dabei eine Rolle spielen.

Ernährung und Lebensstil: Die Basis schaffen

Während der Wechseljahre können hormonelle Veränderungen unter anderem Ihr Energieniveau, Ihren Schlaf, Ihre Verdauung und Ihren Stoffwechsel beeinflussen. Eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung und Ruhe können helfen, Beschwerden vorzubeugen oder zu lindern. Bereits kleine Anpassungen können einen Unterschied machen, wie Sie sich fühlen.

Nehmen Sie Medikamente oder Ergänzungen ein? Ein gesunder Lebensstil unterstützt Ihren Körper bei der Aufnahme von Nährstoffen und der Verarbeitung von Medikamenten. Dies kann die Wirkung von Ergänzungen und Medikamenten verbessern. Experten empfehlen bei Knochenschwund Folgendes:

  • Ernährung ist der wichtigste Faktor für eine gute Knochengesundheit. Der Fokus sollte auf einer ausreichenden Zufuhr von Kalzium, Vitamin D, Magnesium und Vitamin K liegen. Vitamin D, K und Magnesium unterstützen die Aufnahme von Kalzium. Vitamin K und Magnesium können über die Nahrung aufgenommen werden, während Vitamin D unter Einfluss von Sonnenlicht gebildet wird. Da in Deutschland im Winter aufgrund des geringen Sonnenlichts zu wenig Vitamin D gebildet wird, ist ein Ergänzungsmittel unverzichtbar.
  • Eine gute Haltung ist wichtiger als jede Form von Bewegung. Stehen und sitzen Sie so aufrecht wie möglich, mit entspanntem Bauch, offenem Brustkorb und tiefen, lockeren Schultern. Verteilen Sie Ihr Gewicht gleichmäßig und atmen Sie ruhig. Was Sie vermeiden sollten: Ihren Bauch bewusst einzuziehen. Dies kann unnötige Spannungen im Beckenboden verursachen, der unter anderem beim Wasserlassen und Stuhlgang eine wichtige Rolle spielt. Lang anhaltende Spannungen können Beschwerden wie Schwierigkeiten beim Wasserlassen oder ungewollten Urinverlust hervorrufen.
  • Arbeiten Sie an Ihrer Muskelkraft und Balance. Durch die Belastung der Knochen wird die Knochenstruktur und -masse angeregt. Das bedeutet nicht, dass Sie Stunden im Fitnessstudio verbringen müssen, aber Sie sollten sich täglich ausreichend bewegen. Wechseln Sie beispielsweise einen energischen 30-minütigen Spaziergang mit Pilates, Schwimmen oder Yoga ab.
  • Verzichten Sie auf Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum. Beides hat negative Auswirkungen auf die Knochengesundheit.

Hormontherapie

Während der Wechseljahre verändern sich die Hormone Östrogen und Progesteron in Ihrem Körper: Sie schwanken und verschwinden größtenteils, wenn die Menstruation vollständig aufgehört hat. Dies kann Beschwerden wie Hitzewallungen, vaginale Trockenheit oder Osteoporose verursachen. Bei belastenden Beschwerden ist die Hormontherapie (HRT) die effektivste Behandlung. Durch die Ergänzung des Hormonmangels können die Beschwerden abnehmen. So kann Ihr Körper wieder ins Gleichgewicht kommen, und Sie gewinnen Energie und Ruhe in Ihrem Alltag zurück.

Die Hormontherapie wird ausschließlich von einem Arzt verschrieben und individuell auf Ihre persönliche Situation abgestimmt, um eine sichere und effektive Behandlung zu gewährleisten.

Nach einem Wirbelbruch stellte sich heraus, dass ich Osteoporose hatte. Gemeinsam mit meinem Arzt habe ich nach einer passenden Behandlung gesucht.
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Barbara50 Jahre

Ergänzungen

Während der Wechseljahre verändert sich unter anderem die Art und Weise, wie Ihr Körper Energie produziert, Muskeln aufbaut und die Haut regeneriert. Sie können diese Prozesse auf natürliche Weise mit hochwertigen Ergänzungen unterstützen. Magnesium, Vitamin D und Omega-3 werden jeder Frau in den Wechseljahren empfohlen. Ergänzungen können auch gezielt auf spezifische Beschwerden wie Hitzewallungen, Schlafprobleme und Osteoporose eingehen.

Die Wirkung von Ergänzungen kann von Person zu Person unterschiedlich sein. Dies hängt unter anderem von Ihrem Lebensstil und Ihrer Gesundheit ab. Auch die Qualität des Produkts beeinflusst, wie gut es wirkt. Wählen Sie daher hochwertige Ergänzungen ohne unnötige Füllstoffe.

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