Reizbare Gefühle können durch hormonelle Schwankungen verursacht oder verstärkt werden. Die Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron spielen eine wichtige Rolle für Ihre Stimmung. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Östrogen stark an der Regulierung unserer Stimmung und unseres Verhaltens beteiligt ist. Östrogen beeinflusst die Produktion der Glückshormone Serotonin und Dopamin. Wenn der Östrogenspiegel schwankt, können auch diese Glückshormone schwanken.
Auch Progesteron ist an der Emotionsregulation beteiligt. Progesteron hat eine beruhigende Wirkung. Wenn die Progesteronproduktion in den Wechseljahren abnimmt, fühlen Sie sich möglicherweise unruhiger oder angespannter. Vielleicht reagieren Sie deshalb plötzlich schroff, auch wenn dies nicht Ihre Absicht ist.
70 Prozent der Frauen geben an, in der Perimenopause unter einem reizbaren oder gereizten Gefühl zu leiden. Manchmal tritt dies auf, bevor sich das Menstruationsmuster überhaupt verändert. Nicht jeder bringt dies mit den Wechseljahren in Verbindung, obwohl diese die Ursache Ihrer Beschwerden sein könnten. Auch der Hausarzt zieht diesen Zusammenhang nicht immer als erstes in Betracht. Besprechen Sie daher, ob die Wechseljahre eine Rolle spielen könnten, damit Sie die richtige Behandlung erhalten.