Viele Beschwerden in den Wechseljahren lassen sich leichter bekämpfen, als Sie denken. Man muss nur wissen wie. Lernen Sie Ihren Körper besser zu verstehen mit praktischen Tipps von der Menopause-Spezialistin Suzanne Rouhard.
Hormone und Darm sind eng miteinander verbunden. Deshalb leiden manche Frauen in den Wechseljahren unter Symptomen wie Blähbauch und Bauchschmerzen. Wichtig zu wissen: Symptome wie ein aufgeblähter Bauch sind bei jeder Frau anders und können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Manchmal geht der Blähbauch in den Wechseljahren auch mit Verstopfung und Völlegefühl einher. Wie kommt es zu diesen Beschwerden und was können Sie dagegen tun?
Mein Bauch ist vor allem nach dem Essen so aufgebläht, dass es mir manchmal richtig den Appetit verdirbt und ich am liebsten nur noch Jogginghosen trage. - Julia (52 Jahre)
Ein Blähbauch und die damit oft verbundenen Bauchschmerzen sind ein typisches Symptom der Wechseljahre, aber trotzdem sehr belastend. Im Alltag kann das für Frauen bedeuten, dass sie sich unwohl fühlen, die Kleidung nicht mehr passt oder der Appetit leidet.
Die meisten Frauen bemerken eine Zunahme von Blähungen und Bauchschmerzen in den zwei Jahren vor und nach der letzten Regelblutung. In dieser Zeit sind die Hormonschwankungen am stärksten. In der Postmenopause, wenn sich der Körper an die neuen Hormonspiegel gewöhnt hat, können die Beschwerden nachlassen. Das ist aber sehr individuell. In den meisten anderen Fällen können Sie zum Glück selbst etwas gegen Ihre Beschwerden tun.
Ein Blähbauch ist eine harmlose, aber lästige Begleiterscheinung der Wechseljahre. Der Bauch fühlt sich geschwollen und hart an und wird manchmal von Blähungen, Bauchgrimmen, Verstopfung, Krämpfen oder Bauchschmerzen begleitet. Wie es dazu kommt?
Hormone können eine Rolle spielen. Während der Wechseljahre schwanken die Östrogen- und Progesteronspiegel im Körper und nehmen ab. In der Perimenopause sinkt der Progesteronspiegel schneller, was zu einer Östrogendominanz führt. Dieser Überschuss kann die Gallenproduktion verringern. Galle ist für eine gute Verdauung und Schmierung des Dünndarms notwendig.
Durch die hormonbedingte Abnahme der Gallenflüssigkeit wird der Darm geschwächt, die Verdauung funktioniert schlechter, Sie fühlen sich aufgebläht, leiden unter Verstopfung oder bekommen Bauchschmerzen mit Stichen oder Krämpfen.
Hormonelle Veränderungen wirken sich auch auf den Wasserhaushalt des Körpers aus. Eine Östrogendominanz kann dazu führen, dass der Körper Flüssigkeit zurückhält und der Bauch anschwillt. Sie fühlen sich aufgebläht und haben das Gefühl, dass keine Hose mehr passt.
Ein aufgeblähter Bauch und Bauchschmerzen haben aber nicht immer etwas mit Hormonen zu tun, sondern können zum Beispiel auch eine Nebenwirkung von Medikamenten sein oder auf eine (Vor-)Erkrankung hinweisen.
Auch Luftschlucken beim Essen kann zu einem Blähbauch führen in den Wechseljahren. Zudem kann eine Nahrungsmittelallergie oder -unverträglichkeit Blähungen verursachen. Allergien können Sie im Laufe Ihres Lebens neu entwickeln.
Auch Stress kann zu Unwohlsein im Bauch führen. Ein erhöhter Cortisolspiegel (auch Stresshormon genannt) kann die Verdauung verlangsamen und die Darmbewegung beeinträchtigen. Diese Verstopfung macht sich dann durch einen aufgeblähten Bauch und Bauchschmerzen bemerkbar.
Was in den Darm gelangt, hat einen großen Einfluss auf das Wohlbefinden im Bauch und kann daher auch Linderung verschaffen bei Bauchschmerzen und Blähbauch:
Neben Ernährungstipps können auch folgende Maßnahmen helfen:
Ihre Ernährung ist das A und O, wenn Sie Ihrem Magen etwas Gutes tun wollen. Zur zusätzlichen Unterstützung können Nahrungsergänzungsmittel helfen, die (Magen-)Beschwerden in den Wechseljahren zu lindern.
Bauchbeschwerden wie Blähungen, Schmerzen oder Flatulenzen können in den Wechseljahren viel vermasseln. Zum Glück können Sie selbst viel tun! Bauchbeschwerden können verschiedene Ursachen haben, wie zum Beispiel hormonelle Schwankungen, Stress oder Unverträglichkeiten. Der wichtigste Schritt ist immer eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung. Wenn das jedoch nicht ausreicht, können Nahrungsergänzungsmittel eine gute Lösung sein.
Bei der Hormontherapie werden die in den Wechseljahren abnehmenden Sexualhormone vorübergehend wieder aufgefüllt. Dies kann Ihnen bei starken Beschwerden wie Schlafproblemen, Stimmungsschwankungen und Scheidentrockenheit helfen. Leiden Sie außer Bauchbeschwerden unter anderen starken Wechseljahresbeschwerden, die Ihren Alltag beeinträchtigen? Und bringen eine Umstellung Ihrer Ernährung und Ihres Lebensstils zu wenig? Erwägen Sie dann eine Hormonersatztherapie.
Wenden Sie die oben genannten Tipps bereits an? Achten Sie auf Ihre Ernährung, sorgen Sie für ausreichend Bewegung und Stressbewältigung, aber Ihr Bauch macht Ihnen immer noch zu schaffen? Dann können Nahrungsergänzungsmittel zusätzliche Unterstützung bieten.
Erhalten Sie alle Werkzeuge, die Sie benötigen, um die Wechseljahre entspannter zu bewältigen und Ihren Körper besser zu verstehen. Mit Tipps und Erkenntnissen von Experten und erkennbaren Geschichten anderer Frauen. Press play, not pause.
Durch den Rückgang des Östrogens (genauer gesagt des Östradiols) verlagert sich auch die Fettspeicherung von den Hüften und Oberschenkeln in den Bauchbereich. Aus diesem Grund bekommen viele Frauen in den Wechseljahren plötzlich einen kleinen Bauch. Ein Bauch mit einer Mission, denn das Fettgewebe ermöglicht es Ihrem Körper, aus Testosteron neue Östrogene zu produzieren. Mehr über Gewichtszunahme.
Wenn Sie regelmäßig Beschwerden nach dem Verzehr bestimmter Lebensmittel haben, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, um mögliche Unverträglichkeiten abklären zu lassen.