Zuletzt aktualisiert am: 

Els (71): „Wenn man mir damals mehr zugehört hätte, hätte ich mich weniger unsicher gefühlt.“

Lesezeit: ca. 4 Minuten
Zuletzt aktualisiert am: 
Redaktion SeeMe-nopause
Autor:Redaktion SeeMe-nopause
Woman with shoulder-length gray hair wearing a dark knit cardigan, sitting on a beige sofa in a modern living room with soft daylight and kitchen in background.

Inhaltsverzeichnis

Els arbeitete an einer Grundschule und kombinierte ihren Teilzeitjob mit der Erziehung ihrer zwei Töchter. Als sie mit etwa 43 Jahren die Pille absetzte, bemerkte sie einige subtile Veränderungen, war sich jedoch nicht sicher, was diese zu bedeuten hatten. „Ich habe die Pille einfach abgesetzt, ohne groß darüber nachzudenken.“ Die Wechseljahre? Darüber wurde kaum gesprochen.

„Meine Kolleginnen standen während Besprechungen mit dem Kopf aus dem Fenster. Das waren natürlich Hitzewallungen. Eines der wenigen Symptome, die damals bekannt waren.“

Ich hörte vor allem von Hitzewallungen, aber die hatte ich kaum.

„Ich war Anfang vierzig und setzte die Pille ab, die damals in den Medien negativ dargestellt wurde. Danach hatte ich keine Menstruation mehr.“ Weitere Anzeichen erkannte sie zunächst nicht. Hitzewallungen – über die alle zu sprechen schienen – hatte sie kaum. „Ich sah es vor allem bei meinen Kolleginnen: Sie stellten sich während Besprechungen plötzlich ans offene Fenster, um sich abzukühlen. Erst da wurde mir klar: Ach, das gehört dazu.“

In den Medien hörte sie nichts darüber. „Ich habe nie etwas gelesen oder irgendwo Informationen dazu gesehen. Es gab zwar Internet, aber keine Plattformen wie diese.“ Es fühlte sich an, als sei es etwas, das man einfach ertragen musste.

„Erst jetzt weiß ich, dass meine Gelenkbeschwerden auch durch die Wechseljahre verursacht worden sein könnten.“

Medizinische Hilfe war unzureichend: „Es wurde nicht nachgefragt“

In der Zeit, in der sie unter Gelenkschmerzen und Schlafproblemen litt, zog sie häufig um, sodass sie bei verschiedenen Hausärzten in Behandlung war. „Ich war mehrmals dort, aber keiner von ihnen hat jemals gesagt, dass es mit den Wechseljahren zusammenhängen könnte. Es wurde auch nicht wirklich nachgefragt.“

Obwohl ein Arzt damals eine Knochenszintigraphie und eine Blutuntersuchung anordnete, fühlte sie sich in der Betreuung nicht ernst genommen. „Im Nachhinein finde ich das schade. Wenn damals jemand gesagt hätte: ‚Das könnte dazugehören‘, hätte ich mich weniger unsicher gefühlt, und vielleicht hätte ich heute auch weniger Beschwerden.“

Innerhalb ihrer Familie und ihres Freundeskreises fühlte sie sich glücklicherweise unterstützt. „Meine Freundinnen kenne ich schon seit dem Geburtsvorbereitungskurs – wir nennen uns selbst ‚Die Plauderrunde‘. Schon damals konnte ich gut mit ihnen reden, und das ist immer noch so. Auf der Arbeit war das anders; dort wurde eher darüber gelacht.“

Ich dachte oft: Stell dich nicht so an, das gehört einfach dazu.

„Ich habe nicht viel unternommen, würde heute aber nachfragen“

Damals unternahm Els wenig gegen ihre Beschwerden. „Man machte einfach weiter. Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich mich beschweren durfte. Es wurde nicht ernst genommen, also sprach man es auch nicht an.“ Was ihr geholfen hätte? „Zugang zu Informationen. So wie ihr das jetzt mit SeeMe-nopause macht. Dass man lesen kann, dass man nicht allein ist.“

Wenn sie heute zurückblickt, ist sie milde gestimmt. „Ich finde es schade, dass ich es damals so erlebt habe, aber ich verstehe auch, dass das Wissen noch nicht auf dem heutigen Stand war. Dennoch würde ich heutzutage eher nachfragen: Woher kommen diese Beschwerden? Und was kann ich selbst tun?“

„Hätte ich damals lesen können, was ich heute weiß, hätte ich mich bei Gesprächen mit dem Hausarzt sicherer gefühlt. Vielleicht hätte ich dann auch klarer sagen können, was ich brauche.“

Els’ Tipp für Frauen von heute

Els hofft, dass Frauen von heute den Mut haben, die Informationen und die Hilfe zu nutzen, die es mittlerweile gibt. „Man muss nicht abwarten, bis es vorübergeht. Und man sollte sich selbst ernst nehmen. Gerade auch im Kontakt mit dem Gynäkologen. Man muss es nicht abtun oder denken, dass es einfach dazugehört. Fragen stellen, nachhaken, Informationen suchen: Das macht einen Unterschied. Und das darf man sich wirklich gönnen.“

Vielleicht erkennen Sie einige Beschwerden aus dieser Geschichte wieder. Fragen Sie sich, ob Sie auch in den Wechseljahren sind? Der Menopausentest kann Ihnen erste Antworten geben.

Möchten Sie wissen, ob Sie sich in den Wechseljahren befinden? Erhalten Sie sofort Klarheit.

Lernen Sie, Ihre Wechseljahresbeschwerden zu verstehen, und entdecken Sie, was Sie tun können