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Wechseljahre und Arbeit: Wie geht man damit um?

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Redaktion SeeMe-nopause
Autor:Redaktion SeeMe-nopause
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Inhaltsverzeichnis

Haben Sie das Gefühl, dass Ihre Arbeit körperlich oder mental anstrengender geworden ist, seit Sie in den Wechseljahren sind? Sie sind nicht allein. Die Kombination aus Menopause und Arbeit stellt für 71 % der Frauen mit Wechseljahresbeschwerden eine Herausforderung dar, wie eine Studie zeigt. Ganze 30 % geben zudem an, dass das Thema Wechseljahre und die damit verbundenen Beschwerden nach wie vor ein Tabu ist.

Meine Arbeit fühlte sich plötzlich wie eine Pflicht an, obwohl ich sie früher immer so gerne gemacht habe.
Shirley52 Jahre

Viele Frauen spüren die Auswirkungen ihrer Beschwerden auf ihre Produktivität, Konzentration und Energie am Arbeitsplatz. Hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren können Beschwerden wie Hitzewallungen, Konzentrationsverlust und Müdigkeit hervorrufen. Stress und Arbeitsdruck können diese Beschwerden zusätzlich verstärken. Sie könnten emotionaler reagieren und möglicherweise weniger gut mit Stress umgehen als früher. Viele Frauen fühlen sich dadurch unsicher und zweifeln an ihren eigenen Fähigkeiten.

Einschränkungen am Arbeitsplatz

Ganze 80 % der Frauen in den Wechseljahren haben Beschwerden, in der Regel drei oder mehr. Studien zeigen, dass sich 62 % der berufstätigen Frauen durch ihre Wechseljahresbeschwerden am Arbeitsplatz beeinträchtigt fühlen. 81 % von ihnen melden sich jedoch nicht krank, egal wie stark die Beschwerden sind. Wechseljahresbeschwerden werden von der Umgebung oft als etwas angesehen, das „einfach dazugehört“, obwohl die Wechseljahre mit erheblichen mentalen und körperlichen Beschwerden einhergehen können. Dadurch fühlen sich Frauen oft gezwungen, diese Beschwerden einfach hinzunehmen, obwohl es viele Möglichkeiten gibt, um sie zu lindern.

Wie ist die aktuelle Situation in den meisten Unternehmen?

Langsam wächst das Bewusstsein für die Auswirkungen der Wechseljahre auf die Arbeit. Doch viele Unternehmen schenken diesem Thema (unbewusst) noch kaum Beachtung. Es gibt wenig Aufklärung über die Wechseljahre, sodass Arbeitgeber, Personalabteilungen und Kollegen oft nicht ausreichend über dieses Thema informiert sind. Zudem fehlt es häufig an Richtlinien zur Unterstützung von Frauen mit Wechseljahresbeschwerden. Frauen berichten, dass sie von folgenden Maßnahmen profitieren würden:

  • Flexible Arbeitszeiten;
  • Anpassungen am Arbeitsplatz und (mehr) Homeoffice;
  • Gesundheitsprogramme, Schulungen oder Informationsveranstaltungen, um das Wissen über die Wechseljahre zu erweitern und das Thema aus der Tabuzone zu holen;
  • Gespräche mit Arbeitgebern, um Einblicke in ihre Bedürfnisse und Erfahrungen zu geben.

Glücklicherweise gibt es auch positive Entwicklungen. So erhält das Thema Wechseljahre zunehmend mediale Aufmerksamkeit, und Unternehmen sind offener für Gespräche. Individuelle Lösungen tragen zu einem gesünderen Arbeitsumfeld bei.

Was können Sie selbst tun?

Obwohl sich viele Frauen durch Wechseljahresbeschwerden am Arbeitsplatz beeinträchtigt fühlen, zeigt die Studie, dass 37 % nichts unternehmen, um ihre Beschwerden zu lindern. Das ist bedauerlich, denn es gibt zahlreiche Möglichkeiten, um die Beschwerden zu verringern.

Einige Tipps zur Linderung von Wechseljahresbeschwerden:

  • Informieren Sie sich über die Wechseljahre und Ihren Körper. Wenn Sie verstehen, was passiert, können Sie weniger Stress empfinden und mehr Verständnis für die Vorgänge in Ihrem Körper entwickeln.
  • Gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und Entspannung können Beschwerden lindern.
  • Bei milden Beschwerden oder als Unterstützung können Ergänzungen helfen. Bei schweren Beschwerden kann eine Hormontherapie Abhilfe schaffen.
  • Versuchen Sie, diese neue Lebensphase zu akzeptieren. Das kann Ihnen die Kraft geben, Ihre Freude an der Arbeit und die Kontrolle über Ihren Körper zu bewahren.
  • Sagen Sie auch mal „Nein“. Sie müssen nicht alles übernehmen, und nicht alles ist gleich wichtig. Hören Sie auf Ihren Körper und trauen Sie sich, Ihre Grenzen zu setzen.

Erfahren Sie mehr über Behandlungen bei Wechseljahresbeschwerden

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Ihre Beschwerden zu lindern – von Anpassungen des Lebensstils bis hin zu professioneller Unterstützung. Lesen Sie mehr darüber oder lassen Sie sich von einem Arzt in einem Beratungsgespräch informieren.

Was Sie tun können, um die Arbeit angenehmer zu gestalten

Wechseljahresbeschwerden können auch gelindert werden, indem Sie überlegen, was Sie selbst an Ihrem Arbeitsplatz tun können. Sie können auch das Gespräch mit Ihrem Arbeitgeber suchen.

Praktische Tipps für den Arbeitsplatz:

  • Haben Sie Energiehochs oder -tiefs? Überlegen Sie, ob Sie mit Ihrem Arbeitgeber über eine Anpassung oder Umgestaltung Ihrer Arbeitszeiten sprechen können.
  • Leiden Sie unter starken Hitzewallungen? Tragen Sie atmungsaktive Kleidung und nehmen Sie ein zusätzliches Set mit, damit Sie sich umziehen können.
  • Atemübungen oder Meditation können helfen, ebenso wie regelmäßige (kurze) Pausen, um zur Ruhe zu kommen.

Tipps für das Gespräch mit dem Arbeitgeber:

  • Bereiten Sie sich vor, indem Sie konkrete Beispiele aufschreiben: Wie fühlen Sie sich, und womit haben Sie zu kämpfen? Ihr Arbeitgeber kann Ihre Situation so besser nachvollziehen.
  • Seien Sie ehrlich im Gespräch. Fühlen Sie sich unwohl? Dann können Sie das ruhig ansprechen.
  • Suchen Sie gemeinsam nach Lösungen. Wenn es Ihnen hilft, können Sie vorschlagen, mehr im Homeoffice zu arbeiten oder Ihre Arbeitszeiten anzupassen.
  • Suchen Sie Unterstützung bei Kollegen, wenn Sie es schwierig finden, das Gespräch allein zu führen. Gemeinsam können Sie Vorschläge für Änderungen oder Verbesserungen der Richtlinien besser vorbringen.

Eine neue Lebensphase

Frauen über 50 sind die Mentoren in jedem Unternehmen. Sie verfügen über viel Berufs- und Lebenserfahrung, und die Herausforderungen der Wechseljahre können ihnen helfen, noch bessere Entscheidungen zu treffen. Die Menopause leitet eine neue Phase ein, auch für Ihre Karriere: Frauen fühlen sich oft selbstbewusster, sind offener für Neues und wissen besser, was sie wollen.

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