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Monique (48): „Mein Körper gehörte plötzlich nicht mehr mir“

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Redaktion SeeMe-nopause
Autor:Redaktion SeeMe-nopause
A woman in a loose white top leans casually against a counter with her arms crossed, gazing to the left with a relaxed and contemplative demeanor. Surrounded by a cozy interior featuring wooden shelves, dried flowers, and soft lighting, she exudes a sense of comfort and quiet ease.

Inhaltsverzeichnis

Monique ist Mutter von zwei Töchtern und arbeitet als Verwaltungsangestellte bei einem Bauunternehmen. Sie war nie wirklich schlank; schon als Kind war sie mollig, und in ihrer Jugend hörte sie oft Bemerkungen über ihr Gewicht. Ihre Eltern lebten ungesund. Die Fritteuse wurde regelmäßig benutzt, und Kochen war eher eine lästige Pflicht. Jahre später lernte Monique selbst zu kochen und fand eine Balance zwischen gesunder Ernährung und Sport. Sie schaffte es, ihr Gewicht jahrelang stabil zu halten, doch mit etwa 45 Jahren änderte sich alles.

Meine Energie verschwand, meine Stimmung schwankte, und die Waage zeigte immer mehr an. Egal, was ich tat, ich nahm weiter zu.

Es begann mit schlaflosen Nächten und Heißhunger auf Süßes

„Rückblickend begann es wahrscheinlich schon mit 45“, erzählt Monique. „Ich schlief schlechter und fühlte mich schneller gereizt. Mein Körper verlangte ständig nach Süßigkeiten, was früher nie der Fall war. Weil ich so müde war, ließ ich das Fitnessstudio immer öfter ausfallen. Ich dachte, es würde von selbst wieder besser werden, aber innerhalb weniger Monate merkte ich, dass meine Kleidung enger wurde.“

Monique erinnert sich an die Scham in der Umkleidekabine. „Kleider, in denen ich mich früher so weiblich fühlte, zeigten plötzlich all meine Unsicherheiten. Ich konnte mich nicht mehr direkt im Spiegel ansehen.“

Sport, Diäten und trotzdem zunehmen

Eines Tages hatte Monique einen Weckruf. „Ich hatte mich gerade mit Käsekuchen vollgestopft, der von der Geburtstagsfeier meiner Tochter übrig geblieben war. Ich fühlte mich schwach und gleichzeitig wütend. Und plötzlich dachte ich: So kann es nicht weitergehen. Ich begann wieder mit dem Sport, achtete streng auf meine Ernährung und stellte die Waage weg. Ich wollte mir drei Monate Zeit geben, um Ergebnisse zu sehen.“

Doch nach diesen Monaten fühlte sich ihre Kleidung nur noch enger an. „Ich holte die Waage hervor und sah, dass ich drei Kilo zugenommen hatte. Es fühlte sich an, als wäre all meine harte Arbeit umsonst gewesen.“

„Vielleicht stimmt etwas mit Ihrer Schilddrüse nicht“

Auf Anraten ihrer Tochter, die Krankenschwester ist, ließ Monique ihre Blutwerte überprüfen. „Ich dachte noch: Es wird wohl an meiner Schilddrüse liegen. Aber alles war in Ordnung.“

Ihr Hausarzt schlug vor, weniger Kohlenhydrate zu essen, und überwies sie an eine kombinierte Lebensstilintervention (GLI-Programm). „Ich begann voller Zuversicht und dachte: Das wird den Unterschied machen. Aber trotz all meiner Bemühungen und der Unterstützung nahm ich weiter zu. Über den gesamten Zeitraum kamen etwa 20 Kilo dazu.“

Ich machte alles richtig, aber mein Körper arbeitete gegen mich.

Der Schritt zur Medikation

Als Monique über Medikamente wie GLP-1-Injektionen (Semaglutid) las, entschied sie sich, erneut mit ihrem Hausarzt zu sprechen. „Er hörte mir ohne Vorurteile zu und prüfte gemeinsam mit mir, ob ich infrage kam. Da mein BMI über 30 lag, ich bereits ein GLI-Programm absolviert hatte und die Wechseljahre wahrscheinlich eine große Rolle spielten, durfte ich beginnen.“

Die ersten Wochen waren eine Umstellung. „Ich hatte weniger Appetit und fühlte mich manchmal übel. Zum ersten Mal seit Jahren zeigte die Waage wieder nach unten. Genau das hatte ich gebraucht.“

Ein neuer Anfang

Langsam, aber sicher verlor Monique Gewicht. „Nach monatelanger harter Arbeit, der Medikation und der Unterstützung meines Hausarztes begann ich, mich wieder im Spiegel zu erkennen. Meine Energie kehrte zurück, ich hatte wieder Lust, schöne Dinge zu unternehmen und auch auf Intimität mit meinem Mann. Nicht, weil ich für ihn schön sein wollte, sondern weil ich mich wieder für mich selbst schön fühlte.“

Moniques Tipp für andere Frauen

„Seien Sie nicht zu streng mit sich selbst und suchen Sie Hilfe, wenn es nicht klappt. Sie müssen das nicht allein schaffen.“

Wenn Sie, wie Monique, prüfen möchten, ob Sie für eine kombinierte Lebensstilintervention (GLI) infrage kommen, können Sie das hier nachsehen.

Passt das GLI-Programm nicht zu Ihrer Situation? Dann können Sie gemeinsam mit einem Arzt auch andere Behandlungsoptionen erkunden, wie z. B. Abnehmmedikamente. Lesen Sie hier mehr über Abnehmmedikamente.

Lernen Sie, Ihre Wechseljahresbeschwerden zu verstehen, und entdecken Sie, was Sie tun können