Leptinresistenz in den Wechseljahren: Welche Anzeichen gibt es und was kann man dagegen tun?



Leptin ist ein körpereigenes Hormon, das Ihren Appetit und Stoffwechsel reguliert. Wenn sich während der Wechseljahre die Östrogen- und Progesteronspiegel verändern, kann dies auch die Wirkung des Hormons Leptin beeinflussen. Was genau ist Leptin? Warum ist das Risiko für eine Leptinresistenz in den Wechseljahren höher? Und vor allem: Was können Sie dagegen tun? Die Hormontherapeutin Suzanne Rouhard klärt auf.
Mehr essen und sich weniger bewegen sind längst nicht immer die einzigen Gründe, warum Sie zunehmen oder nicht abnehmen. Oft liegt eine (oder mehrere) körperliche Dysbalance zugrunde. Eine häufige Dysbalance bei Frauen in den Wechseljahren ist, dass der Körper nicht richtig auf Leptin reagiert.
Leptin ist ein Hormon, das hauptsächlich von den Fettzellen in Ihrem Körper produziert wird. Es sendet Signale an Ihr Gehirn, um mitzuteilen, dass Sie satt sind und genug gegessen haben. Außerdem spielt es eine Rolle bei der Umwandlung von Fett in Energie.
Man kann Leptin als den internen Regulator für Appetit und Stoffwechsel betrachten, der dafür sorgt, dass Sie ein gesundes Gewicht halten. Sind Ihre Leptinspiegel hoch? Dann erhält Ihr Gehirn das Signal, dass Ihre Fettzellen voll sind, wodurch Sie weniger Hunger haben. Es wird auch als Sättigungshormon bezeichnet.
Bei einer Leptinresistenz reagiert der Körper nicht richtig auf das Hormon Leptin. Obwohl Ihr Körper genügend Leptin produziert, erhält Ihr Gehirn nicht das Signal, mit dem Essen aufzuhören oder gespeichertes Fett zu verbrennen (also den Stoffwechsel anzukurbeln). Dadurch essen Sie mehr, nehmen leichter zu und haben größere Schwierigkeiten, abzunehmen – selbst wenn Sie gesunde Entscheidungen treffen und sich regelmäßig bewegen. Leptinresistenz tritt häufig bei Menschen mit Übergewicht oder Adipositas auf.
Die folgenden Signale Ihres Körpers können auf eine Leptinresistenz hinweisen:
Wenn während der Wechseljahre die Östrogen- und Progesteronspiegel schwanken und sinken, beeinflusst dies die Art und Weise, wie der Körper Insulin verwendet. In den Wechseljahren ist das Risiko für eine Insulinresistenz daher höher. Diese Insulinresistenz kann wiederum die Wirkung von Leptin und die Empfindlichkeit Ihres Gehirns für Leptinsignale beeinflussen, wie verschiedene Studien zeigen. Umgekehrt haben Frauen mit einer Leptinresistenz auch ein höheres Risiko, eine Insulinresistenz zu entwickeln.
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Sowohl eine Leptin- als auch eine Insulinresistenz spielen eine große Rolle bei Ihrem Hungergefühl und Stoffwechsel, wodurch Sie in den Wechseljahren mehr essen, weniger verbrennen, schneller zunehmen – insbesondere im Bauchbereich – und schwerer abnehmen.
Darüber hinaus können andere Faktoren und Wechseljahresbeschwerden das Risiko für eine Leptinresistenz erhöhen, wie Gewichtszunahme, Stress, schlechter Schlaf, weniger Muskelmasse und chronische Entzündungen im Körper.
Leptinresistenz kann Ihr Energieniveau, Gewicht und Ihre Stimmung beeinflussen. Stellen Sie fest, dass Lebensstilanpassungen nicht ausreichen, oder sind Sie unsicher über die Ursache Ihrer Beschwerden? Finden Sie heraus, welche Unterstützungsformen helfen können, Ihre Hormone wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
Es wird noch viel Forschung zu Mitteln gegen Leptinresistenz betrieben, und es gibt derzeit keine verfügbare Medikation. Experten sind sich jedoch einig, dass es hilft, Insulinresistenz zu bekämpfen, wodurch oft auch die Empfindlichkeit für Leptin verbessert wird.
Überprüfen Sie die folgenden Faktoren kritisch und überlegen Sie, wie Sie diese ändern können. Ein zusätzlicher Vorteil: Auch andere Wechseljahresbeschwerden können dadurch gelindert werden.
Vermuten Sie, dass Sie leptinresistent sind? Ein Arzt kann die Diagnose stellen und Ihnen helfen, die richtigen Schritte zu unternehmen.
Füllen Sie einen Online-Fragebogen aus und erhalten Sie von einer Ärztin oder einem Arzt eine persönlicher Behandlungsplan, die auf Ihre persönliche Situation, Ihre Präferenzen und Ihren Gesundheitszustand abgestimmt ist.