Zuletzt aktualisiert am: 

Wies: „Wir müssen einmal über ernste Themen sprechen“

Lesezeit: ca. 3 Minuten
Zuletzt aktualisiert am: 
Wies Verbeek
Autor:Wies Verbeek
A middle-aged woman with blonde hair sitting at a table looking directly into the camera

Inhaltsverzeichnis

Gestern erlebte ich eine äußerst amüsante Szene. Ich saß mit einer Freundin in einem Café und trank Kaffee, als wir nacheinander eine heftige Hitzewallung bekamen. Zuerst wurde sie knallrot und zog hektisch ihren Pullover aus, dann wurde mir glühend heiß, und auch ich musste meinen Pullover ausziehen. Da saßen wir dann im Unterhemd – zum Glück hatten wir eines an. Natürlich drehte sich unser Gespräch sofort um die Wechseljahre, um kurze Geduldsfäden und nächtliches Schwitzen. Wir machen daraus immer ein richtiges Schauspiel.

Risiken der Wechseljahre

Mir fällt jedoch auf, dass es in Gesprächen mit meinen Freundinnen über die Wechseljahre immer nur um Hitzewallungen, schlechten Schlaf oder Stimmungsschwankungen geht. Nie um die „ernsteren“ Folgen des sinkenden Östrogenspiegels. Ein Drittel der Frauen hat beispielsweise mit erhöhtem Blutdruck zu kämpfen, und zwei Drittel weisen einen erhöhten Cholesterinspiegel auf, was bedeutet, dass das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen rapide ansteigt. Aber darüber sprechen wir nie.

Das liegt bestimmt am Stress

Auch bei mir sind die Cholesterinwerte und der Blutdruck gestiegen. Noch im gesunden Bereich, aber dennoch. Fast niemand bleibt davon verschont. Wir sollten öfter darüber sprechen, gerade weil die Beschwerden, die mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen einhergehen, so heimtückisch sind.

Zwei Freundinnen von mir hatten mit Herzproblemen zu kämpfen, wie Herzklopfen, Atemnot und einem Gefühl der Rastlosigkeit. In beiden Fällen dachte niemand an Herzprobleme – weder sie selbst noch die Ärzte. Es liegt bestimmt am Stress, denn ja, sie schliefen schlecht wegen der Wechseljahre und hatten so viel zu tun mit Arbeit und der Pflege ihrer Eltern. Später stellte sich dann doch heraus, dass es am Herzen lag.

Darüber sprechen

Ich möchte niemandem Angst machen und auch nicht den Moralapostel spielen, aber es ist so wichtig, dass wir uns dessen bewusster werden und mehr darüber sprechen. Ich also auch. Auf Seiten wie dieser und bei der Deutschen Herzstiftung findet man gute Informationen darüber, woran man Herz-Kreislauf-Probleme erkennt.

Messen ist Wissen

Und was ich ebenfalls empfehlen kann: Kontrollieren Sie regelmäßig Ihren Blutdruck, Ihr Gewicht, Ihren Cholesterin- und Blutzuckerwert. Das kann Ihr Hausarzt übernehmen, aber Sie können es auch selbst mit Tests aus der Apotheke oder Drogerie überprüfen. „Kenne deine Werte“, sagt der Kardiologe, mit dem ich oft spreche, immer.

Welche Werte, fragen Sie? Nun, diese:

  • Cholesterin: Halten Sie sich an die 5-3-1-Regel. Ihr Gesamtcholesterin sollte unter 5 liegen, Ihr LDL unter 3 und Ihr HDL über 1 mmol/l.
  • Blutzucker: nüchtern nicht höher als 6,1 mmol/l.
  • Blutdruck: 120/80 mmHg ist ein guter Blutdruck. Ab 140/90 spricht man von Bluthochdruck.
  • Puls: sollte zwischen 60 und 100 Schlägen pro Minute liegen.

Wer ist Wies?

Wies Verbeek (58) ist Journalistin, Gründerin der Website BLOW.nl und Autorin des Buches „Ein bisschen schön älter werden, 101 überraschende und bewährte Tipps“. Und sie steckt mitten in den Wechseljahren.

Persönliche Menopause-Betreuung durch Ärztinnen und Ärzte

Linderung Ihrer Beschwerden in den Wechseljahren

Füllen Sie einen Online-Fragebogen aus und erhalten Sie von einer Ärztin oder einem Arzt eine persönlicher Behandlungsplan, die auf Ihre persönliche Situation, Ihre Präferenzen und Ihren Gesundheitszustand abgestimmt ist.

Oder